Nordrhein-Westfalen - Tourismus, Erholung und Naturschutz

Nordrhein-Westfalen - Tourismus

978-3-14-100391-8 | Seite 22 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Nordrhein-Westfalen | Tourismus, Erholung und Naturschutz | Nordrhein-Westfalen - Tourismus | Karte 22/1

Überblick

Die Karte gibt einen Überblick über den Tourismus in Nordrhein-Westfalen. Sie zeigt sowohl flächenhafte Strukturen wie Natur- und Nationalparks als auch Fremdenverkehrsorte in verschiedenen Kategorien und Größen sowie wichtige Sehenswürdigkeiten.

Natur- und Nationalparks

Die Eifel wurde 2004 als erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Die 14 nordrhein-westfälischen Naturparks reihen sich vom Südwesten nach Nordosten vom Deutsch-Belgischen Naturpark (Hohes Venn-Eifel) über den Naturpark Rheinland, das Bergische Land, das Ebbegebirge, den Naturpark Homert, den Arnsberger Wald und das Rothaargebirge bis zum Eggegebirge, Teutoburger Wald und Wiehengebirge über fast alle Mittelgebirge des Bundeslandes. Die Naturparks Maas-Schwalm-Nette und Hohe Mark sowie der nordrheinwestfälische Anteil des Naturparks Dümmer liegen dagegen im Tiefland.

Tourismus in den ländlichen Regionen

Neben den Städten weisen auch ländliche Regionen wie Bergisches Land, Eifel, Sauerland, Siebengebirge und Teutoburger Wald hohe Besucherzahlen auf. Wander- und Radfahrwege, Talsperren und Tropfsteinhöhlen bilden attraktive Ziele der Naherholung und des Tourismus. Im Rothaargebirge und in der Eifel findet auch Wintersport statt.

 

Von großer Bedeutung sind die zahlreichen Freizeit- und Indoorparks. Zu den meistbesuchten Parks zählen das Phantasialand in Brühl, der Panorama-Park Sauerland in Kirchhundem sowie der Movie Park in Bottrop. Das Freizeitzentrum Wunderland Kalkar wurde in einem ehemaligen Atomkraftwerk (das jedoch niemals in Betrieb war) errichtet.

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Städtetourismus

Im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen nimmt der Städtetourismus eine wichtige Stellung ein. Dabei spielen zum einen Messestandorte wie Düsseldorf, Köln und Essen eine wichtige Rolle. Zum anderen sind es Städte, die viele Touristen auch aufgrund ihres kulturellen Angebots anlocken. Hierzu zählen ebenfalls Köln sowie Bonn und die Städte des Ruhrgebiets. Im Jahr 2010 war das Ruhrgebiet unter dem Namen „RUHR.2010“ sogar Kulturhauptstadt Europas. Seit 2001 besitzt das Ruhrgebiet auch ein UNESCO-Weltkulturerbe: die ehemalige Zeche Zollverein in Essen. Weitere UNESCO-Welterbestätten in Nordrhein-Westfalen sind der Aachener Dom, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl sowie der Kölner Dom.

Übernachtungszahlen

Von den bundesweit fast 500 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019 entfielen 53,3 Millionen auf Nordrhein-Westfalen. Damit belegte das Bundesland hinter Bayern und Baden-Württemberg Rang 3 und verzeichnete das zehnte Rekordjahr in Folge.

 

Bezogen auf die einzelnen Reisegebiete in Nordrhein-Westfalen ergibt sich für 2019 folgende Reihenfolge: Köln und Rhein-Erft-Kreis (7,9 Mio. Übernachtungen), Ruhrgebiet (7,2 Mio.; mit dem höchsten absoluten Zuwachs), Teutoburger Wald (7,0 Mio.), Sauerland (6,8 Mio.). Auch die Übernachtungen der ausländischen Gäste nahmen zu auf 11,2 Mio., was einem Anteil von 21 Prozent entspricht.

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