Nord- und Mittelamerika - Wirtschaft

Nord- und Mittelamerika – Wirtschaft

100750 | Seite 153 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 36.000.000
Nord- und Mittelamerika | Wirtschaft | Nord- und Mittelamerika – Wirtschaft | Karte 153/1

Informationen

Die Karte zeigt den Wirtschaftsraum Nord- und Mittelamerika im Überblick. Er ist durch drei Faktoren besonders geprägt:
• den Kontrast zwischen den ausgedehnten naturnahen Landschaften und den Agglomerationen, die zu den größten Verdichtungsräumen der Welt zählen,
• die Dominanz der Wirtschaft der USA, insbesondere der global bedeutenden Zentren New York, Chicago, San Francisco und Los Angeles,
• die außerordentlich großen Entwicklungsdisparitäten innerhalb der Region sowie fragmentierende Entwicklungen.

Zum Aufbau der Karte
Im Hintergrund der Karte zeigen Flächensignaturen die Intensität der menschlichen Raumnutzung an. Entsprechend dem Konzept des "Human Footprint" ("ökologischer Fußabdruck") ist dies die räumliche Umsetzung eines komplexen Indikators, für dessen Ermittlung räumliche Ebenen zu den Themen Bevölkerung, Verkehr, Transport, Bergbau und Landnutzung überlagert wurden. So entsteht ein Bild der Erdoberfläche, das als Gesamtschau zunächst erst einmal erkennen lässt, wie stark ein Raum vom Menschen überformt und verändert wurde. Unter diesem Blickwinkel werden ganz unterschiedliche Raumtypen zusammengefasst. So zählen zu den naturnahen Landschaften die subpolaren Tundren Nordkanadas ebenso wie die Wüsten im Südwesten der USA (Nevada) und die tropischen Regenwälder im Osten Kolumbiens, aber auch die einseitig durch Waldrodung und Zersiedlung veränderten Inseln der Bahamas. Als dicht besiedelte und intensiv genutzte Räume werden neben den großen Agglomerationen wie dem Städteband Boston — New York — Philadelphia — Washington auch große Teile der Golfküste Mexikos oder das Umland der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince dargestellt.
Zur Charakterisierung der Wirtschaftszentren werden fünf weitere Merkmale unterschieden. Da es sich um eine Überblickskarte handelt, wurden dafür einzelne Branchen nach übergreifenden Kategorien zusammengefasst, die in dieser Form auch für andere Überblickskarten zu den Kontinenten verwendet werden und die einen schnellen Vergleich zulassen. Jedes der Zentren kann mit maximal sechs Industrie- oder Dienstleistungsschwerpunkten verzeichnet sein (siehe New York). Dafür wird eine Zwillingssignatur verwendet. Neben der Branchenstruktur wird auch die räumliche Ausstrahlung in vier Abstufungen dargestellt (von global über kontinental, mehrere Länder bis national). Tourismusstandorte (oft raumprägend in peripheren Räumen) und Bergbauzentren ergänzen die Darstellung der Wirtschaftszentren. In der Regel beziehen sich diese Kennzeichnungen auf Regionen.
Durch diese Kategorisierung kann ein Standort wie Houston (USA) schnell als kontinental bedeutendes Zentrum der Schwer- und Hightechindustrie sowie unternehmensnaher Dienstleistungen eingeordnet werden, dessen Umgebung dicht besiedelt und intensiv genutzt wird. Es wird auch deutlich, dass z. B. Phoenix in Arizona trotz vergleichbarer Bevölkerungszahl in seiner räumlichen Ausstrahlung gegenüber Houston abfällt. Die Bahamas dagegen sind zum einen als Tourismusstandort, aber auch als Finanzzentrum ("Steueroase") erkennbar.
M. Felsch

Graphiken

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In den 1990er-Jahren

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Aufteilung der Beschäftigten nach Wirtschaftsektoren

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