Niederschläge - Jahresmittel in mm

Afrika - Landwirtschaft/Desertifikation

978-3-14-100700-8 | Seite 135 | Abb. 7
Niederschläge | Jahresmittel in mm | Afrika - Landwirtschaft/Desertifikation | Karte 135/7

Informationen

Die Karte über die mittleren Jahresniederschläge zeigt, dass beide Bergmassive regelrechte ?Feuchtinseln? im ostafrikanischen Trockengebiet sind. Die umgebenden Gebiete mit einem Jahresniederschlag von weniger als 800 Millimetern liegen außerhalb der Grenze des rentablen Regenfeldbaus in Ostafrika. Sie zeichnen sich durch eine hohe Dürregefährdung aus und tragen Trockensavanne, trockene Grasländer (?Massai-Steppe?), zum Teil auch Dornstrauchsavanne. Im Nordwest-Zipfel der Karte mit weniger als 400 Millimeter Jahresniederschlag sind sie vegetationslos, allenfalls tragen sie eine schüttere Pflanzendecke. Ursachen dieser extremen Vegetationsarmut sind neben dem Niederschlagsmangel die Salz- und Salzton-Krusten des abflusslosen Amboseli-Beckens, in das die vom Westhang des Kilimandscharo und vom Nordhang des Meru abfließenden Wasserläufe einmünden. Demgegenüber steigen die Niederschläge an den Bergmassiven rasch auf über 2500 Millimeter an. Es zeigt sich aber ein deutlicher Luv-Lee-Gegensatz: Die Südflanken sind durch die aus Südsüdost wehenden Passatwinde unbd die damit einhergehenden Steigungsregen feuchter als die Nord- bzw. Nordwestflanken. Die Niederschläge fallen dann bis zum Kibo-Gipfel rapide auf weniger als 500 Millimeter ab. Diese vertikale Differenzierung der Niederschläge ist ein typisches Kennzeichen tropischer Gebirge. Ganzjährig liegt bergaufwärts der Höhe des Kondensationsniveaus ein Nebelgürtel in der Höhenstufe maximaler Feuchteadvektion; darüber herrschen trockene Luftmassen vor.
B. Wiese

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Kilimandscharo

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