Niederschäge im Jahr

Klima

978-3-14-100757-2 | Seite 6 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 1.750.000
Niederschäge im Jahr |  | Klima | Karte 6/2

Informationen

Die Durchschnittstemperaturen und Jahresniederschlagssummen in Rheinland-Pfalz und im Saarland stehen in starker Abhängigkeit vom Relief.

Temperaturen im Jahr
Die tiefsten Temperaturen verzeichnen die höchsten Lagen der Eifel, des Hunsrück, des Westerwaldes und des Pfälzer Waldes, wo die Durchschnittstemperatur bei unter 7 °C liegen. In den tieferen Lagen dieser Mittelgebirge erreichen die Temperaturen Durchschnittswerte von 7—8 °C.
In den Tälern der Mosel und des Mittelrheins sowie in den tieferen Regionen wie dem Bitburger Land, dem Kannenbäcker Land, dem Einrich, dem Saarland und dem Pfälzer Bergland liegen die Durchschnittstemperaturen bei 8—10 °C. Die höchsten Temperaturen werden im Oberrheinischen Tiefland südlich von Mainz erreicht, wo die Werte 10 °C übersteigen. Weitere Wärmeinseln liegen am Mittelrhein nördlich von Koblenz sowie an der Saar bei Saarbrücken.

Niederschläge im Jahr
Die höchsten jährlichen Niederschlagsmengen treten mit 1000 bis über 1200 mm in den Höhenlagen des Westerwaldes, des Hunsrück, der Eifel und des Pfälzer Waldes auf. Eine der Ursachen für die hohen Niederschlagsmengen sind die zunehmenden Windgeschwindigkeiten in größeren Höhenlagen, die durch eine abnehmende Bodenreibung verursacht werden. Durch diese hohen Windgeschwindigkeiten wird in der Höhe mehr Feuchtigkeit zugeführt als bei den geringeren Windgeschwindigkeiten in tieferen Lagen. Eine weitere Ursache für die hohen Niederschläge sind Staueffekte, die durch die Hangneigungen und -richtungen bedingt sind.
In den tieferen Abschnitten und in den Tälern von Mosel und Rhein liegen die Niederschlagssummen bei unter 800 mm. Im Oberrheinischen Tiefland summieren sich die jährlichen Niederschläge auf weniger als 600 mm. Diese Niederschlagsarmut, verbunden mit relativ hohen Durchschnittstemperaturen, begünstigt den Weinanbau in Rheinhessen und an der Weinstraße.

Klimadiagramme
Die Klimadiagramme von Bad Marienberg, der Station Schneifelforsthaus, Neustadt an der Weinstraße und Berus zeigen den Jahresgang von Temperatur, Niederschlag und potenzieller Landschaftsverdunstung. Die Temperaturen stehen in direktem Bezug zur Höhenlage: Die auf 657 m ü. M. in der Eifel gelegene Station Schneifelforsthaus zeigt mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 6,4 °C den niedrigsten Wert, das auf 125 m ü. M. am Rand des Oberrheinischen Tieflandes gelegene Neustadt an der Weinstraße erreicht Durchschnittstemperaturen von 10,1 °C. Hinsichtlich der Niederschlagssumme übertrifft das im Westerwald gelegene Bad Marienberg mit 1169 mm die Station Schneifelforsthaus, dagegen summieren sich die Niederschläge in Neustadt an der Weinstraße auf lediglich 554 mm. Während die monatlichen Niederschläge dort ihr Maximum im Sommer erreichen, liegen die Maxima am Schneifelforsthaus und in Berus im Winter. In Bad Marienberg wechseln sich feuchtere und trockenere Monate ab. Aufgrund der relativ hohen Temperaturen und der gleichzeitig relativ niedrigen Niederschlagswerte kommt es in Neustadt an der Weinstraße von April bis Mitte Oktober zu Trockenheit, verursacht durch eine maximal mögliche Verdunstung, die die Niederschlagswerte übertrifft.
H. Kiegel

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