Niedersachsen physisch - südöstlicher Teil

Niedersachsen physisch - nördlicher Teil

978-3-14-100754-1 | Seite 6 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 750.000
Niedersachsen physisch | südöstlicher Teil | Niedersachsen physisch - nördlicher Teil | Karte 6/1

Informationen

Dieser Kartenausschnitt zeigt den überwiegend "gebirgigen" Teil Niedersachsens im Süden des Bundeslandes. Davor liegen die flachen Geestlandschaften der Norddeutschen Tiefebene. Markant erhebt sich der auf niedersächsischem Gebiet bis über 900 m hohe, waldreiche Harz ganz im Südosten. Der Harz wurde schon vor etwa 350—250 Mio. Jahren aufgefaltet und besteht überwiegend aus Tonschiefer, Grauwacke, Gabbro und Granit.

Weserbergland
Die Mittelgebirgslandschaft beiderseits der Oberweser findet im Westen eine Fortsetzung im Teutoburger Wald und im Wiehengebirge. Im Westen geht das Weserbergland ohne eine scharfe landschaftliche Grenze in das Leinebergland über. Im weiteren Sinn zählt schon der über 400 m hohe Deister südöstlich von Hannover zum Weserbergland. Der aus Kreidesandstein aufgebaute Höhenzug begrenzt das Calenberger Land im Südwesten. Von der Porta Westfalica bis zum Süntel erstreckt sich das Wesergebirge mit der auf dem Nesselberg gelegenen Schaumburg. Der bis 440 m hohe Süntel ist aus Sandstein und Jurakalk (Höhlen) aufgebaut. Zusammen mit dem Vogler und dem Burgberg bildet der Solling den Naturpark Solling-Vogler. Der waldreiche Solling ist nach dem Harz das zweithöchste Bergland (in der Großen Blöße 528 m) in Niedersachsen. Anziehungspunkte im Weserbergland sind die vielen Heilbäder sowie die Burgen und Schlösser im Stil der Weserrenaissance.
Das vorwiegend aus Buntsandstein aufgebaute Leinebergland liegt beiderseits des Leinegrabens, einer tektonischen Senkungszone, die von der Leine durchflossen wird. Nördlich von Einbeck erstreckt sich der bis 477 m (Bloße Zelle) hohe, bewaldete Hils, an den sich im Nordosten der aus Jurakalken bestehende, bis 439 m hohe Ith anschließt. Zahlreiche Felsformationen und Klufthöhlen ziehen Wanderer und Kletterer an.

Harzvorland
Zum nördlichen Harzvorland zählt der vor allem aus Muschelkalk ? der Elmkalkstein war ein begehrter Baustein ? aufgebaute Elm, den salztektonische Vorgänge aufgewölbt haben. Besonders sehenswert sind die zahlreichen Erdfälle (Dolinen) und 200 Mio. Jahre alte Versteinerungen. Der Elm liegt im Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen, der vom Drömling in Sachsen-Anhalt über Teile der Südheide bei Gifhorn bis zum nördlichen und westlichen Harzvorland reicht. Auch im vorwiegend aus Zechstein-Dolomit aufgebauten Harzvorland gibt es viele Karsterscheinungen. Beliebte Ausflugsziele sind die Einhornhöhle bei Bad Lauterberg und die nahe gelegene Steinkirche, eine zu einer Kirche ausgebaute Klufthöhle. Das südwestliche Harzvorland nimmt das Buntsandsteinplateau des Unteren Eichsfeldes ein, das die dank Lösslehmböden fruchtbare Goldene Mark bei Duderstadt einschließt.
E. Astor

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