New York - Manhattan

USA

978-3-14-100870-8 | Seite 224 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 50.000
New York | Manhattan | USA | Karte 224/3

Überblick

es nur knapp drei Kilometer; der Broadway ist gut 25 Kilometer lang. An kaum einem anderen Ort der Welt leben und arbeiten so viele Menschen auf so engem Raum. Täglich wird durch die Pendler aus Vorstädten und umliegenden Stadtteilen, den "Boroughs", die Zahl der Menschen in Manhattan verdoppelt, von gut 1,6 Mio. auf über 3 Mio. Personen. Das U-Bahn-Netz von Manhattan hat eine Länge von über 350 Kilometern, mehr als 450 Stationen und befördert 1,7 Mrd. Fahrgäste pro Jahr.

Ein genereller Unterschied zwischen New York und vielen europäischen Großstädten ist der schachbrettartige Grundriss, der anzeigt, dass die Stadt nicht historisch gewachsen ist, sondern planmäßig angelegt wurde. Das macht die Orientierung in Manhattan leicht. Die "Streets" sind die Querstraßen, die von der 14th Street im Süden bis zur 193rd Street im Norden durchgängig nummeriert sind. Die überwiegend ebenfalls nummerierten "Avenues" sind die Längsachsen, die im rechten Winkel zu den Streets verlaufen. Die Fifth Avenue ist die Mittelachse Manhattans und teilt die Insel in einen Ost- und einen Westteil.

Charakteristisch ist auch die - von den Spaniern übernommene - Diagonale, hier der Broadway, die als Hauptverkehrsstraße das Schachbrettmuster durchkreuzt. Der Broadway ist die längste Verkehrsader New Yorks. Seinen Weltruf verdankt "The Great White Way" den Theatern, die hier seit 1735 spielen. Zwischen der 40th Street und der 53rd Street gibt es über 40 Broadway-Bühnen, hinzu kommen die Metropolitan Opera und die Carnegie Hall. Die Anziehungskraft des Broadways belegen die vielen Hotels zwischen 34th und 60th Street. In diesem Teil befindet sich mit dem Sitz der Vereinten Nationen auch die bedeutendste politische Verwaltungseinrichtung der Stadt.

Im Süden wird Manhattan schmaler und der Grundriss etwas unregelmäßiger. An der Südspitze erinnert der Battery Park an das Fort, das die Niederländer zum Schutz ihrer Handelsniederlassung Neu-Amsterdam 1626 errichteten. Heute liegt dort der Financial District, die sogenannte Downtown, mit zahlreichen Wolkenkratzern. Im Mittelpunkt steht die Börse an der Wall Street. Ohne Zweifel handelt es sich um den wichtigsten Ort der Weltwirtwirtschaft - nirgendwo sonst werden täglich derartig hohe Finanzsummen umgesetzt.

In den 1970er- und 1980er-Jahren durchlebten New York City und damit auch Manhattan eine Phase wirtschaftlichen Abschwungs, die unter anderem zum Wegzug von Institutionen und Unternehmen - beispielsweise "across the river" nach Jersey City -, zum Leerstand von Büro- und Geschäftsflächen und anderen Verfallserscheinungen führte.

Durch Revitalisierungsprogramme, vor allem jedoch durch den wirtschaftlichen Boom zu Beginn der 1990er-Jahre, wurde ein neuer Aufschwung eingeleitet, der - wenn auch abgeschwächt durch die Finanzkrise ab 2007 - noch immer anhält. Dieser eng mit der wirtschaftlichen Globalisierung, der Digitalisierung von Kommunikation und Produktion sowie der Liberalisierung und Vernetzung der weltweiten Finanzmärkte zusammenhängende Aufschwung kam der etwas abgewirtschafteten und desolaten Stadt New York sehr zugute, die zu den klaren Gewinnern des Globalisierungsprozesses zählt. Heute haben viele große Unternehmen ihren Sitz in New York, zum Beispiel Sony Music, Altria Group (Nahrungs- und Genussmittel), American International Group (der größte Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern der Welt), Bristol-Myers Squibb (Pharmazie) und Time Warner (Medien). Die Wolkenkratzer-Skyline Manhattans verbirgt häufig, dass dort aber nach wie vor auch relativ kleine Gewerbebetriebe angesiedelt sind, etwa auf den Gewerbeflächen der West Side.

Das nördlich des Central Parks gelegene Harlem war bis in die 1920er-Jahre eine der feinsten Gegenden Manhattans, mit teuren Villen und Stadthäusern. Viele Hausbesitzer vermieteten jedoch vermehrt zu Wucherpreisen an kinderreiche Zuwanderer und ließen die Häuser verkommen. Harlem wurde zu einem Brennpunkt der afroamerikanischen Bevölkerung mit hoher Kriminalität und zum Teil slumartigen Wohnverhältnissen. Wie viele andere Viertel erlebt auch Harlem seit den 1990er-Jahren eine Renaissance, die auf den wirtschaftlichen Boom, aber auch auf die Verringerung der Kriminalitätsrate zurückzuführen ist. Heute gibt es viele grund-sanierte und gentrifizierte Straßenzüge wie Morningside Heights, ein Universitätsviertel im Westen Harlems, das vor allem durch die Columbia University geprägt ist.

Mehr als 150 Quadratkilometer des New Yorker Stadtgebietes sind Park- und Spielflächen. Der Central Park in der Mitte Manhattans wurde bereits 1850 konzipiert. Er ist mit 340 Hektar der größte Park Manhattans und größer als Monaco. Markant sind auch die zahlreichen Kaianlagen und Docks an Hudson- und East River. Im nationalen Vergleich haben die Häfen New Yorks ihre Vormachtstellung im 20. Jahrhundert allerdings verloren.

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