Mittleres Lahntal - Erholungsraum

Erholung

978-3-14-100756-5 | Seite 11 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 125.000
Mittleres Lahntal | Erholungsraum | Erholung | Karte 11/1

Informationen

Die Lahn ist ein rechter Nebenfluss des Rheins, der im südlichen Rothaargebirge am Lahnkopf entspringt und nach 245 km in Lahnstein mündet. Zwischen Gießen und der Mündung bildet sie die Grenze zwischen Westerwald und Taunus. Zahlreiche Burgen, Schlösser und Sakralbauten säumen das Tal. Die sehenswerte Goethestadt Wetzlar mit Lottehaus (Museum) und "Wetzlarer Dom" (Marienstiftskirche) verfügt über vier hervorragende Aussichtstürme. Direkt über der Lahn thront das ehemalige Prämonstratenserinnenkloster Altenberg, ein gotischer Bau mit bemerkenswerter Barockorgel. Besonders malerische Stadtbilder mit beeindruckenden Schlössern und zahlreichen Fachwerkensembles haben Braunfels und Weilburg. Unweit von Weilburg kann man die Kubacher Kristallhöhle besichtigen, eine im devonischen Kalk ausgebildete Klufthöhle. Gleich drei Mineralquellen sprudeln bei Selters. Hier wird das weltbekannte Selterswasser abgefüllt. Sehenswerte Veranstaltungen sind die Weilburger Schlosskonzerte, die Festspiele und das alle drei Jahre stattfindende Ochsenfest in Wetzlar sowie die Freilichtspiele auf der kleinen Waldbühne in Bonbaden.

Routen auf und neben dem Fluss
Die Lahn ist ein Paradies für Kanufahrer. In sechs Abschnitten lässt sich das Flusstal auf beschilderten Routen von Marburg bis zur Mündung erleben. Auf dem dargestellten Kartenausschnitt gibt es 16 markierte Ein- und Ausstiegsstellen (nicht alle sind eingetragen) sowie zahlreiche Rastplätze mit Toiletten und fünf Campingplätze. Kombinieren lässt sich eine Kanutour mit einer Radwanderung; Radfahrern erschließt sich der Fluss auf dem Lahntalradweg, der überwiegend direkt am Wasser entlang führt. Mehrere Wanderrouten führen durch die waldreiche Region, allen voran der Lahnhöhenweg, der sich ab Wetzlar in eine rechtsseitige, durch die Ausläufer des Westerwaldes führende, und eine linksseitige Route durch den Hintertaunus teilt. Bei Weilburg treffen beide Routen wieder aufeinander. Ergänzt wird das Angebot durch den Dillwanderweg und den Weiltalradweg. Dem eiligen Besucher steht die Lahn-Ferienstraße zur Verfügung.

Zeugnisse der Industrie- und Bergbaugeschichte
An den bis 1983 betriebenen Eisenerzbergbau im Lahn-Dill-Gebiet, der die Voraussetzungen für die heute erloschene Hüttenindustrie und Eisenverarbeitung schuf, erinnert das Besucherbergwerk Grube Fortuna im Solmser Stadtteil Oberbiel mit Feld- und Grubenbahnmuseum sowie Bergbaupfad. Die Stadt Solms hat darüber hinaus noch ein Industrie- und Heimatmuseum sowie eine Volkssternwarte zu bieten. Initiator für den Optikparcours in Wetzlar mit 20 Stationen, u. a. ein begehbares Kaleidoskop, ist die traditionsreiche optische und feinmechanische Industrie. Einmalig in Deutschland ist der zwischen 1844 und 1847 errichtete Weilburger Schiffstunnel, der einen 2 km langen Lahnbogen verkürzt. Der 195 m lange Tunnel unterquert den Mühlberg, parallel dazu verlaufen ein Eisenbahn- und ein Straßenbahntunnel. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind Bestandteile des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus.
E. Astor

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