Mitteleuropa - Teilungspläne der Alliierten - Sowjetunion (Stalin-Plan)

Geschichte - Der Zweite Weltkrieg und seine Ergebnisse

978-3-14-100382-6 | Seite 217 | Abb. 3
Mitteleuropa | Teilungspläne der Alliierten | Geschichte - Der Zweite Weltkrieg und seine Ergebnisse | Karte 217/3

Überblick

Hauptziele der Konferenz von Jalta auf der Krim (4.–11.2.1945) waren eine rasche Beendigung des Kriegs und eine Einigung über die Teilung des besiegten Deutschlands. Durch den Vormarsch der Roten Armee war Stalin in einer starken Position, er wollte aber vor allem die ost- und südosteuropäischen Länder als sowjetische Interessensphäre anerkennen lassen. Sein Vorschlag für die dauerhafte Teilung Deutschlands zielte auf die Bildung dreier kleinerer Einzelstaaten (Bayern, Rheinland, Restdeutschland), Ostpreußen sollte an Polen fallen. Die Westalliierten warfen ein, dass eine Zergliederung Deutschlands Wirtschaftskraft so schwächen würde, dass mit Problemen zu rechnen sei: Abhängigkeit von anderen Ländern, Absinken des Lebensstandards, nicht zuletzt eine Reduzierung der Produktivität im Hinblick auf die anstehenden Reparationen. Nach zähen Verhandlungen einigte man sich darauf, das entmilitarisierte Deutschland in vier Besatzungszonen aufzuteilen. Stalin war gegen eine Beteiligung Frankreichs, doch als die Briten und Amerikaner sich bereit erklärten, lediglich Teile ihres eigenen Einflussbereichs an die Franzosen abzutreten, willigte er ein.