Meran und Umgebung - physische Karte

Physische Karte – Meran und Umgebung

978-3-14-100782-4 | Seite 12 | Abb. 1
Meran und Umgebung | physische Karte | Physische Karte – Meran und Umgebung | Karte 12/1

Informationen

Die Karte führt am Beispiel von Meran in die physische Karte ein. Die in der Kartenlegende verwendeten Signaturen treten auch in anderen physischen Karten im Atlas auf. Physische Karten mit kleinerem Maßstab bedienen sich jedoch eines modifizierten Signaturenapparates (z. B. bei den Siedlungen). Zu beachten ist auch, dass die Gelbbraun- und Brauntöne der Höhenstufen jeweils in Abhängigkeit von der Höhendifferenz stehen.

Legende physischer Karten
Physische Karten dienen der Vermittlung geographischer Basisinformationen. Die übersichtliche Legende und der einfache Karteninhalt sind für die Schülerinnen und Schüler leicht zu erfassen. Physische Karten informieren über die Verteilung von Land und Meer, die Höhenlage, das Relief und das Gewässernetz, die Grenzen sowie die Verteilung der Bevölkerung einschließlich der zentralörtlichen Hierarchie. Sie umfassen Informationen zu Verkehrswegen und Verkehrseinrichtungen sowie zur Wasserwirtschaft (Stauseen). Darüber hinaus beinhalten sie Informationen zum topographischen Namensgut.
Die Darstellung des Reliefs erfolgt mithilfe der Geländehöhen und orientiert sich an den von Emil von Sydow im 19. Jahrhundert entwickelten Regional- und Höhenstufenfarben. Darüber hinaus verwendet die physische Karte Höhenmarken und Höhenzahlen. Schummerungen veranschaulichen die Geländeplastik. Für Gewässertiefen werden Tiefenstufen in Blautönen sowie blaue Tiefenzahlen verwendet. Die Darstellung des Reliefs und des Gewässernetzes ist aufgrund der ansprechenden und ausgewogenen Farbgebung einfach und einprägsam und ermöglicht den Einsatz der Karte in allen Jahrgangsstufen.

Meran und Umgebung in der physischen Karte
Die vorliegende Karte stellt durch ihren großen Maßstab 1 : 100 000 eine Vielzahl an Details dar. Die achtstufige Höhenstufenskala umfasst Höhen zwischen 200 und über 2500 m. Gletscher werden durch eine eigene Flächensignatur dargestellt. Der Einsatz von Schummerungen verstärkt die Geländeplastik in den höheren Gebirgsregionen. Im nordwestlichen Abschnitt der Karte befinden sich Teile der Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe, im Osten die Westabdachung der Sarntaler Alpen. Die höchsten Gipfel liegen in den Ötztaler Alpen und werden mit Höhenzahlen dargestellt (z. B. Hochwilde: 3480 m, Hochweiße: 3277 m, Lodner: 3226 m).
Die Karte zeigt Teile des Vinschgaus und des Etschtals sowie den Unterlauf der Passer und ihre Mündung in die Etsch. Neben Etsch und Passer sind auch deren Zuflüsse abgebildet. Die Höhenstufensignatur verdeutlicht, dass sich diese Flüsse tief in das Gebirge eingeschnitten haben. Im Bereich der Mündung der Passer in die Etsch hat sich ein flacher Schwemmkegel ausgebildet, auf dem die Stadt Meran liegt. Die Darstellung der Besiedlung erfolgt mithilfe einer Flächensignatur für geschlossene Bebauung, die die genaue Ausdehnung der Siedlungsflächen anzeigt.
Verkehrslinien wie Schnellstraßen und Eisenbahnstrecken verdeutlichen die Erschließung der Region: Meran ist über das Passeiertal und den Jaufenpass mit dem Eisacktal verbunden. Aufgrund des großen Maßstabs zeigt die Karte auch die Anbindung kleinerer Siedlungen an das Verkehrsnetz. Mithilfe der Höhenstufenskala lassen sich die Höhenlagen der einzelnen Siedlungen bestimmen.
Als Zusatzinformation dient das Höhenprofil in Karte 12.2, dessen Lage in der Karte eingezeichnet ist. Das Profil verdeutlicht durch den Einsatz der in der physischen Karte verwendeten Höhenstufenfarben den Gegensatz zwischen den Hochregionen der Texelgruppe und dem Passeiertal.

Heidrun Kiegel