Mecklenburg-Vorpommern - Temperaturen im Winterhalbjahr

Mecklenburg-Vorpommern - Klima und Landwirtschaft

978-3-14-100381-9 | Seite 16 | Abb. 1
Mecklenburg-Vorpommern | Temperaturen im Winterhalbjahr | Mecklenburg-Vorpommern - Klima und Landwirtschaft | Karte 16/1

Überblick

Die Karte zeigt die durchschnittlichen Temperaturen in Mecklenburg-Vorpommern im Winterhalbjahr. Dazu zählen die Monate von Oktober bis März. Durch die Berechnung eines Mittelwertes der Temperaturen mehrerer Jahre konnten aussagekräftige und vergleichbare Werte ermittelt werden.

Regionale Temperaturunterschiede

Auf der Karte ist erkennbar, dass es in Mecklenburg-Vorpommern regionale Unterschiede der durchschnittlichen Temperatur im Winterhalbjahr gibt. Von Westen nach Osten zeigt sich eine leichte Abnahme der Temperaturen. Im Bereich der Lübecker und Mecklenburger Bucht wurden gebietsweise Durchschnittswerte von mehr als 3,0 °C ermittelt. Im Westen des Bundeslandes liegen die durchschnittlichen Temperaturen zwischen 2,5 und 3,0 °C. Im Osten dagegen ist die Durchschnittstemperatur mit Werten von 2,0–2,5 °C geringer. Die durchschnittlich kältesten Gebiete liegen hauptsächlich östlich von Neustrelitz am Übergang zu Brandenburg. Die Unterschiede scheinen mit Abweichungen von jeweils 0,5 °C sehr gering zu sein. Da es sich aber um die langjährigen Mittelwerte handelt, muss diese Aussage relativiert werden. Denn bereits kleinste Veränderungen dieser Temperaturwerte können Auswirkungen auf unterschiedliche natürliche Prozesse wie beispielsweise die Vegetation haben.

Ursachen

Im Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern ist das Klima eher maritim geprägt, also durch das Meer beeinflusst. Während sich Luft schnell abkühlt, speichert Wasser noch länger die Wärme der Sommermonate. Somit ist die Temperatur der Ostsee im Winterhalbjahr wärmer als die Temperatur der Luft. Durch diesen Temperaturunterschied erwärmt sich die Luft über der Ostsee und führt zu wärmeren Temperaturen in Küstennähe. In südöstlicher Richtung wird der maritime Einfluss geringer. Ein weiterer Grund für die milderen Temperaturen in nordwestlichen Gebieten ist die Lage des Bundeslandes in der Westwindzone. Mit den Winden aus westlicher Richtung werden milde atlantische Luftmassen transportiert. Doch nicht nur die Meeresluft beeinflusst die Temperaturen. Für das lokale Klima gibt es viele Einflussfaktoren. Dazu zählen beispielsweise das Relief, Seen und Flüsse, die Vegetation, die Windrichtung und Windstärke. Auch Städte haben eine Auswirkung auf das lokale Klima.