Mecklenburg-Vorpommern - physische Übersicht

Mecklenburg-Vorpommern - physische Übersicht

978-3-14-100759-6 | Seite 2 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 750.000
Mecklenburg-Vorpommern | physische Übersicht | Mecklenburg-Vorpommern - physische Übersicht | Karte 2/1

Informationen

Im Norden grenzt Mecklenburg-Vorpommern auf einer Länge von rund 1700 km an die Ostsee. Davon entfällt der weitaus größte Teil auf die Bodden- und Haffküste, die vor allem im östlichen Landesteil stark gegliedert ist. Rügen, Usedom, Poel und Hiddensee sind die größten der insgesamt 794 vorgelagerten Inseln. Im Westen grenzt das Bundesland an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im Süden an Brandenburg und im Osten an Polen. Als Teil des Norddeutschen Tieflandes ist der überwiegende Landesteil flach bis leicht hügelig. Etwa zwei Drittel der Landesfläche entfallen auf die historische Landschaft Mecklenburg, an die sich im Osten die ehemalige preußische Provinz Vorpommern anschließt. Im Süden bzw. Osten gehören noch Teile der überwiegend in Brandenburg liegenden Landschaften Prignitz und Uckermark zu Mecklenburg-Vorpommern.

Inseln, Seen und Sand
An der Ostsee lösen sich weite, von Dünen begleitete Sandstrände mit Kliffs genannten Steilküsten ab. Besonders markant erheben sich die steilen, aber brüchigen Kreidefelsen auf Rügen über einem kieseligen Ostseestrand. Die festländische Küste, die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die großen Inseln Rügen und Usedom sind von Bodden geprägt, den ausgedehnten Buchten, die nach der letzten Eiszeit durch die Überflutung der hügeligen Grundmoränenlandschaft entstanden sind. Die mit Nehrungen vom offenen Meer fast abgeschlossenen Boddengewässer sind durch einmündende Küstenflüsse stark ausgesüßt.
An die Küstenregion schließt sich im Süden das Nordostmecklenburgische Flachland an, das in die hügelige Mecklenburgische Seenplatte übergeht. Das von der letzten Eiszeit geformte Landesinnere ist eben bis flachwellig gestaltet, durchsetzt mit mehr als 2000 Seen und eher kurzen Wasserläufen. Als sich vor etwa 10 000 Jahren das Eis ganz zurückzog, blieben auch ausgedehnte Sandflächen, Hügel und Moore zurück. Wälder, vorwiegend Kiefernwälder bedecken etwa ein Fünftel der Landesfläche, Moore nehmen etwa 13 % ein. Die höchsten Erhebungen Helpter Berge (179 m) im Osten und Ruhner Berge (177 m) im Westen gehören zur hügeligen Jungmoränenlandschaft des Mecklenburgischen Landrückens (Teil des Baltischen Landrückens) an der Grenze zu Brandenburg.
Zwischen den Hauptendmoränenbögen erstreckt sich die in der Weichseleiszeit entstandene Mecklenburgische Seenplatte. Die größten Seen sind von Westen nach Osten der Schweriner See, der Krakower See, der Plauer See, der Kölpinsee, der Malchiner See, die Müritz — mit 109 km² Deutschlands zweitgrößter See —, der Kummerower See und der Tollensesee. Über den Störkanal und die Müritz-Elde-Wasserstraße sind Schweriner See und Müritz miteinander verbunden. Ein dichtes Netz aus weiteren Kanälen und natürlichen Wasserwegen knüpft an zahlreiche andere Seen an und macht die Seenlandschaft zu einem einzigartigen Paradies für Hausbootfahrer. Als Mecklenburgische Schweiz bezeichnet man die größtenteils bewaldete kuppige Moränenlandschaft nördlich des Malchiner und westlich des Kummerower Sees. Ganz im Westen liegt der Schaalsee, durch den früher die innerdeutsche Grenze verlief.
E. Astor

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