Manhattan - Gebäudehöhenmodell

USA - Städte im Nordosten

978-3-14-100770-1 | Seite 209 | Abb. 2
Manhattan | Gebäudehöhenmodell | USA - Städte im Nordosten | Karte 209/2

Informationen

Der Bau von Wolkenkratzern und der zum Teil gigantischen Brückenkonstruktionen wurde durch New Yorks felsigen, durch die Eiszeit geformten Untergrund begünstigt. Aus bautechnischer Sicht waren Stahlträgerkonstruktionen und Fahrstühle die Erfindungen, die den Bau von Hochhäusern erst ermöglichten. Das 1913 am Broadway erbaute Woolworth Building war mit 241 m bis 1930 das höchste Gebäude der Welt. Ebenfalls am Broadway folgte 1915 das Equitable Building, das erstmalig einen ganzen Block in der Senkrechten beanspruchte und damit einen Sturm des Protestes hervorrief. In der Folge wurden die "Zoning Laws" geschaffen, nach denen — außer an den Uferregionen — Hochhäuser nur noch nach oben abgestuft gebaut werden durften, damit mehr Licht in die Straßen fällt. Vier Jahrzehnte war das 1931 errichtete Empire State Building an der 34th Street mit seinen 102 Stockwerken und 381 m (ohne Spitze) das höchste Gebäude, bis es 1971 durch die 411 m hohen, 110-stöckigen, ca. 840 000 m2 Bürofläche umfassenden Zwillingstürme des World Trade Centers übertroffen wurde. Auf der "Ground Zero" genannten Einsturzstelle des am 11. September 2001 durch einen Terroranschlag eingestürzten World Trade Centers entsteht der "Freedom Tower" mit einer Höhe von 417 m.

Niedrige Bebauung in Harlem
Die Wolkenkratzer verbergen häufig, dass in Manhattan auch viele verhältnismäßig kleine Betriebe angesiedelt sind. Harlem (nördlich des Central Parks) galt bis in die 1920er-Jahre als eine der feinsten Gegenden New Yorks, mit teuren Villen und Stadthäusern. Skrupellose Hausbesitzer, die noch das kleinste Zimmer an kinderreiche Zuwanderer, meist Schwarze, vermieteten, ließen diesen Stadtteil zum Slum mit höchster Kriminalitätsrate werden. Heute gelten große Teile Harlems als unsicher. Im Westen Harlems liegen die Morningside Heights, ein Universitätszentrum.

Parks und Kaianlagen
Mehr als 150 km2 des Stadtgebietes sind Park- und Spielflächen. Der Central Park in der Mitte Manhattans wurde bereits 1850 konzipiert und ist mit 340 ha der größte der vielen Parks in Manhattan (größer als Monaco).
Markant sind die zahlreichen Kaianlagen und Docks an Hudson und East River. Im nationalen Vergleich haben die Häfen New Yorks ihre Vormachtstellung im 20. Jahrhundert verloren. Heute sind South Louisiana, Long Beach, Los Angeles, Houston und Corpus Christi die umschlagsstärksten Häfen der USA.
M.Felsch, R. Köhler

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