Ludwigshafen/Mannheim um 1850 und 2007

Wirtschaft

978-3-14-100757-2 | Seite 11 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 100.000
Ludwigshafen/Mannheim um 1850 und 2007 |  | Wirtschaft | Karte 11/3

Informationen

Mannheim und Ludwigshafen am Rhein sind die beiden größten Städte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Eine vielseitige Industrie, die großen Rheinhäfen und die verkehrsgünstige Lage sind die großen Pluspunkte der dicht besiedelten Region. Mannheim besitzt einen Regionalflughafen und hat Anschluss an das ICE-Netz mit guten Verbindungen nach Köln, Basel, Stuttgart, München, ins Rhein-Main-Gebiet und über Saarbrücken nach Paris.

Ludwigshafen und Mannheim um 1850
Ludwigshafen war um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein eher unbedeutender kleiner Hafenort am Rhein, der mit der Brückenverbindung zum badischen Mannheim auf der rechtsrheinischen Seite und einem Eisenbahnanschluss an der Pfälzischen Ludwigsbahn über eine Verkehrsgunst verfügte. Der steile Aufstieg der damals noch zum Königreich Bayern gehörenden Gemeinde begann 1865 mit der Gründung der BASF (Badische Anilin- & Soda-Fabrik). Die in Mannheim gegründete Aktiengesellschaft konnte in der kurpfälzischen Residenzstadt kein Gelände für die erste Fabrikgebäude erwerben und wich nach Ludwigshafen aus.
Auch in Mannheim hatte das Industriezeitalter Einzug gehalten. Eine lange Tradition haben der Fahrzeug- und Landmaschinenbau (Mercedes-Benz Werk und Heinrich Lanz AG, heute John Deere). Der Rheinhandel (Freihafen seit 1828) gewann nach dem Wegfall der Zölle rasch an Bedeutung. Deutlich ist der planmäßig angelegte Grundriss der "Quadratestadt" zu erkennen. Der ehemalige, vom barocken Residenzschloss ausgehende Festungsring war einer breiten Promenade gewichen, um die sich großzügige Grünanlagen legten. Die Rheinbegradigung hatte Mannheim schon erreicht, 1826 war mit dem Friesenheimer Rheindurchstich begonnen worden.

Ludwigshafen und Mannheim um 2007
Die BASF ist das weltweit größte Industrieunternehmen mit rund 97 000 Mitarbeitern, allein mehr als 32 000 am Standort Ludwigshafen. Auf dem 10 km² großen Werksgelände am Rhein stehen über 2000 Betriebsgebäude, darunter ein großes Kraftwerk; der Stadtteil Hemshof entwickelte sich aus einer Werkskolonie. Gemessen am Umschlag hat der Hafen den von Mannheim überholt. Fast die gesamte Rheinfront wird mit Ausnahme des langgezogenen Hauptgeschäftszentrums von Hafen- und Industrieanlagen (vorwiegend chemische Industrie, und Maschinenbau) eingenommen. Nach Westen dehnen sich Wohngebiete um die inzwischen eingemeindeten Nachbarorte aus.
Die Mannheimer Industriegebiete (u. a. Fahrzeugbau, Maschinenbau, Zellstoff- und Papierindustrie, Nahrungs- und Genussmittelindustrie) liegen im Norden (Friesenheimer Insel), an der Mündung des kanalisierten Neckars und im Süden entlang der Eisenbahn. Im Vergleich zu Ludwigshafen verfügt Mannheim über mehr innerstädtische Grünanlagen ? 1975 wurden für die Bundesgartenschau neue Parks angelegt. Die meisten Geschäfte liegen zentral verteilt um die Hauptachsen der Quadrate. In Mannheim hat das Dienstleistungsgewerbe besser Fuß fassen können als in Ludwigshafen. Die Stadt hat eine Universität, mehrere bedeutende Museen und ein renommiertes Theater.
E. Astor

Google Maps

Zur Orientierung

Die Lage und Ausdehnung dieser Diercke Karte kannst Du Dir zur Orientierung als Kartenrahmen in Google Maps anzeigen lassen.

Jetzt orientieren