Landschaften - physische Übersicht

Landschaften - physische Übersicht

978-3-14-100756-5 | Seite 3 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.000.000
Landschaften | physische Übersicht | Landschaften - physische Übersicht | Karte 3/1

Informationen

Das in der Mitte Deutschlands liegende Hessen grenzt im Norden und Nordwesten an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, im Osten an Thüringen und Bayern, im Süden an Baden-Württemberg und im Südwesten an Rheinland-Pfalz. Der größte Teil des Bundeslandes gehört zur deutschen Mittelgebirgsschwelle und hat nur im Südwesten Anteil am vom Odenwald flankierten Oberrheinischen Tiefland. Im zentralen nördlichen Teil liegt das waldreiche Hessische Bergland. Vom Reinhardswald im Norden bis zum Spessart im Süden erstreckt sich die hessische Buntsandsteintafel. An vielen Stellen waren im Erdmittelalter Vulkane aktiv, u. a. in der Rhön und im Westerwald und besonders markant im Vogelsberg. In Osthessen leitet die Buntsandsteintafel zur nächsten Muschelkalkschichtstufe über. Die Böden in den Mittelgebirgen sind überwiegend mager, in den zwischengeschalteten Becken — besonders in der Wetterau — dank Lössauflagen sehr fruchtbar.
Zum Rhein entwässern die Flüsse Lahn, Nidda mit Wetter und der Main. Sogar der Neckar berührt hessisches Gebiet. Die Fulda, in die die Eder vor Kassel mündet, bildet hinter der Landesgrenze zu Niedersachsen bei Hannoversch Münden zusammen mit der Werra die Weser.

Großlandschaften
Mittelgebirge bestimmen den größten Teil Hessens. Zum Rheinischen Schiefergebirge im Westen zählen Taunus mit Hintertaunus, Hoher Westerwald, das Hinterland (oder Gladenbacher Bergland) und das Rothaargebirge. Der Taunus fällt im Süden steil zum klimabegünstigten Rheingau ab. Die West- und die Osthessische Senke gliedern das bewaldete Hessische Bergland im Norden und Nordosten in zahlreiche kleine und größere Hügelländer und Gebirge. Dazu gehören u. a. im Westen die Waldecker Hochfläche, Kellerwald und Habichtswald, im Osten der Knüll, der Meißner, die Rhön, von der nur ein kleiner Teil zu Hessen gehört, und der Hohe Vogelsberg. Letzterer, der verwitterter Rest eines riesigen Schildvulkans, weist das größte geschlossene Basaltvorkommen Mitteleuropas auf. Die ebenfalls aus vulkanischen Gesteinen aufgebaute 950 m hohe Wasserkuppe in der Rhön ist die höchste Erhebung in Hessen. Im Südwesten und im Süden hat Hessen noch Anteile am waldreichen Spessart und am Odenwald.
Westlich des von der Bergstraße flankierten Odenwalds erstreckt sich das tief eingesenkte Oberrheinische Tiefland bis zum Rhein, der die Grenze zu Baden-Württemberg bildet. Im bis zum Rhein-Main-Flughafen reichenden Hessischen Ried, vor der Rheinregulierung oft von Überschwemmungen betroffen, finden sich neben Wiesen und Wäldern auf sandigen Böden auch Spezialkulturen wie Spargel und Tabak. An das Ried schließt sich im Nordosten die flachwellige, dicht besiedelte Rhein-Main-Ebene an. Hessens Kornkammer, die fruchtbare Wetterau, nimmt nördlich des Mains ein breites Becken ein. Weiter im Norden finden sich kleinere Beckenlandschaften wie das Amöneburger Becken westlich von Marburg, das Gießener Becken, die Westhessische Senke nördlich des Vogelberges, die Waberner Senke und die Osthessische Senke bei Fulda.
E. Astor

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