Landschaften - physische Übersicht

Landschaften - physische Übersicht

978-3-14-100755-8 | Seite 3 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Landschaften | physische Übersicht | Landschaften - physische Übersicht | Karte 3/1

Informationen

Im Norden und Nordosten grenzt Nordrhein-Westfalen an Niedersachsen, im Südosten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz sowie im Westen an Belgien und die Niederlande. Das Norddeutsche Tiefland zieht sich mit weiten Acker-, Moor- und Heideflächen von Nordosten zwischen Rhein und Ruhr weit nach Süden in das Bundesland hinein. Dort teilt es sich in die Kölner und die Westfälische Bucht (Münsterland). Die Kölner Bucht spaltet den Gürtel des Rheinischen Schiefergebirges zwischen der linksrheinischen Eifel und dem Westerwald sowie dem Rothaargebirge rechtsrheinisch. Zum rechtsrheinischen Mittelgebirge gehören auch das Bergische Land, das Siebengebirge, das Sauerland und das Siegerland. Sie zählen mit ihren Schiefer- und Grauwackeschichten zu den ältesten geologischen Formationen Deutschlands. Den Nordosten des Landes begrenzt das Weserbergland. Zwischen Ruhr und Lippe bildeten sich seit dem Oberkarbon ausgedehnte Steinkohlenschichten, die im Süden an der Oberfläche ausstreichen.

Großlandschaften
Der am tiefsten gelegene Landesteil ist das nur von einigen Stauchmoränen überragte Niederrheinische Tiefland im Nordwesten, das nach Süden in die fruchtbare und dicht besiedelte Kölner Bucht (auch Niederrheinische Bucht) übergeht. Zur Mittelgebirgsschwelle leiten die mit Löss bedeckte Jülicher Börde im Westen und die Zülpicher Börde über. Zwischen Rhein und den Bördenlandschaften erstreckt sich die Ville, ein beim Einsinken der Kölner Bucht stehen gebliebener Horst. Die Kölner Bucht ist bis heute ein aktives Erdbebengebiet. Das nach Osten anschließende Münsterland, eine ehemalige Meeresbucht aus der Kreidezeit, wird im Nordosten vom Teutoburger Wald und Ausläufern des Weserberglandes begrenzt. Im Süden bilden die schmale Bördenlandschaft des Hellwegs und das Ruhrgebiet den Übergang zu den Mittelgebirgen. Einzelne bewaldete Kalksandsteinrücken — Baumberge, Beckumer Berge, Halterner Berge — überragen das vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Münsterland.
Linksrheinisch hat Nordrhein-Westfalen mit einem Ausläufer des Hohen Venn und der Rureifel Anteil an der Eifel. Ein großer Teil der Mittelgebirgslandschaft zählt zum Deutsch-Belgischen Naturpark, in dem der Nationalpark Eifel liegt. Rechts vom Mittelrhein steigen die bewaldeten Vulkankuppen des Siebengebirges auf, an das im Osten die Ausläufer des Westerwaldes stoßen. Zwischen Rhein, Ruhr und Sieg liegt das weitgehend bewaldete Bergische Land, das ebenso wie das im Osten anschließende Sauerland wasserwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Die vielen Talsperren in den zum Einzugsgebiet des Rheins zählenden Flüssen dienen vor allem der Trinkwasserversorgung des Ruhrgebiets und der Rheinschiene. Zwischen Westerwald und Rothaargebirge liegt ganz im Süden das Siegerland. Den hoch aufragenden Ostrand des Sauerlandes bildet das über 800 m hohe Rothaargebirge mit dem Wittgensteiner Land und dem Waldecker Upland. Das Rothaargebirge ist zusammen mit dem Weserbergland die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser.
E. Astor

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