Landeshauptstadt Schwerin - Innenstadt

Landeshauptstadt

978-3-14-100759-6 | Seite 6 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 12.500
Landeshauptstadt Schwerin | Innenstadt | Landeshauptstadt | Karte 6/2

Informationen

Hinter dem mehr als doppelt so großen Rostock ist Schwerin die zweitgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Mit seinen 96 000 Einwohnern verpasst es knapp die Marke zur Großstadt. Zu Zeiten der DDR war Mecklenburg-Vorpommern ab 1952 in drei Bezirke unterteilt, die jeweils nach ihren Hauptstädten benannt waren. Neben Rostock und Neubrandenburg war Schwerin eine von ihnen, bis es 1990 Landeshauptstadt von Mecklenburg- Vorpommern wurde. Von den Hauptstädten der deutschen Bundesländer ist Schwerin die kleinste.

Geschichte
Um das Jahr 1018 wurde erstmals eine Burg des Namens Zuarin (Tierort, Tiergarten) erwähnt, die 1160 von Heinrich dem Löwen erobert wurde. Das bedeutete die Geburtsstunde der Stadt Schwerin, die 1167 das Privileg Bischofssitz bekam. Bereits 1171 wurde der erste Dom geweiht, die Bevölkerungszahl ging allerdings nicht über 500 hinaus.
1340 wurde Schwerin durch eine Stadtmauer gesichert. Bereits sieben Jahrzehnte zuvor hatte man mit dem Bau des gotischen Doms begonnen, der im frühen 15. Jahrhundert vollendet und erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Turm gekrönt wurde.
1358 geriet die Grafschaft Schwerin an das Herzogtum Mecklenburg, was die Stadt zur Residenz machte. Um das Jahr 1500 lebten über 2500 Menschen in Schwerin, die in den folgenden Jahrhunderten unter mehreren Bränden leiden mussten, die die mittelalterliche Bausubstanz zerstörten. Die Siedlungen verdichteten sich: 1705 wurde der heutige Stadtteil Schelfstadt nördlich der Altstadt als eigenständige Stadt gegründet, 1832 wurden beide Teile miteinander vereinigt.
Für einige Jahrzehnte verlor Schwerin ein wichtiges Privileg: 1756 verlegten die Herzöge ihre Residenz in das rund 40 km südlicher gelegene Ludwigslust. Sie kehrten erst 1837 zurück und ordneten einen Umbau des Schlosses an, an dem sich u. a. die renommierten Architekten Gottfried Semper und Friedrich August Stüler beteiligten. Insgesamt wurde Schwerin, in dem 1819 fast 10 000 Menschen lebten, in dieser Zeit modernisiert. 1825 begannen die Arbeiten am Kollegiengebäude in der Schloßstraße, das heute Sitz der Staatskanzlei ist. 1834 war das Jahr, in dem das Altstädtische Rathaus ein neues Gesicht bekam. 1842 entstand der Paulsdamm nordöstlich der Altstadt, um den Schweriner See bequem queren zu können.
1932 war Schwerins Bevölkerung auf annähernd 54 000 angewachsen, die Schwelle zur Großstadt nahm es 1972, mit 125 000 Einwohnern konnte 1982 der Höchststand der Bevölkerung erreicht werden.

Struktur der Innenstadt
Das Hauptgeschäftszentrum von Schwerin hat nur eine Ausdehnung von wenigen Hundert Metern sowohl in West-Ost- als auch in Nord-Süd-Richtung. Einige Straßen sind als Fußgängerzone eingerichtet, am westlichen Rand konzentrieren sich auf drei Etagen moderne Ladenlokale im 1998 eröffneten Schlossparkcenter, das nach eigenen Angaben täglich 40 000 Besucher anzieht.
Am Rande des Zentrums liegen die wichtigen Kultureinrichtungen der Stadt, z. B. die Stadtbibliothek, das Staatstheater und die benachbarte Staatsgalerie sowie das Technische Landesmuseum. Die meisten Institutionen der Landesregierung haben ihre Sitze in besonders repräsentativen Gebäuden, wobei der Landtag im Schloss als Blickfang heraussticht.
D. Falk

Google Maps

Zur Orientierung

Die Lage und Ausdehnung dieser Diercke Karte kannst Du Dir zur Orientierung als Kartenrahmen in Google Maps anzeigen lassen.

Jetzt orientieren