Klimadiagramme

Klima

978-3-14-100753-4 | Seite 6 | Abb. 3
Klimadiagramme |  | Klima | Karte 6/3

Informationen

Die Jahresdurchschnittstemperaturen und die Jahressumme der Niederschläge in Schleswig-Holstein und Hamburg werden durch das flachwellige Relief sowie die Lage an Nord- und Ostsee bestimmt.

Temperaturen im Jahr
Aufgrund des flachwelligen Reliefs treten in Schleswig-Holstein nur geringe Unterschiede in den Jahresdurchschnittstemperaturen auf. Die tiefsten Temperaturen verzeichnen mit unter 8 °C Angeln und die Gebiete an der Grenze zu Dänemark. Die meisten anderen Regionen zeigen dagegen Temperaturen von 8—8,5 °C, nur an der Elbe erreichen die Temperaturen Werte von 8,5—9 °C. Mit 9—9,5 °C erzielt der Großraum Hamburg die höchsten Jahresdurchschnittstemperaturen. Ursache dafür ist das Stadtklima mit seinen im Vergleich zum Umland höheren Temperaturen.

Niederschläge im Jahr
Die jährlichen Niederschlagssummen nehmen in Schleswig-Holstein von Westen nach Osten ab. An der Nordseeküste summieren sich die Niederschlagswerte — mit Ausnahme der Nordfriesischen Inseln — auf 800—900 mm. An der nördlichen Ostseeküste betragen sie 700—800 mm, an der südlichen Ostseeküste 600—700 mm. Auf Fehmarn liegen die Werte bei unter 600 mm.
Ursache für die Abnahme der Niederschläge von Westen nach Osten ist die wachsende Entfernung vom Atlantik und das dadurch bedingte abnehmende Niederschlagspotenzial witterungsbestimmender Tiefdruckgebiete. Die Ursache für die relativ geringen Niederschläge in Schleswig-Holstein ist die niedrige Höhenlage und das Fehlen von Höhenzügen, an denen sich Niederschläge durch Staueffekte abregnen könnten.

Klimadiagramme
Die Klimadiagramme von Heide, Neumünster, Eutin und Westermarkelsdorf zeigen den Jahresgang von Temperatur, Niederschlag und potenzieller Landschaftsverdunstung. An allen vier Stationen steigen die Temperaturen im Jahresverlauf von rund 0 °C im Winter auf ca. 18 °C im Sommer an. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen an allen Station zwischen 8,1 und 8,3 °C. Die Jahresniederschlagsmengen der Klimastationen zeichnen die zunehmende Trockenheit von Westen nach Osten nach: Die höchsten jährlichen Niederschlagsmengen weist mit 895 mm das im Hinterland der Nordseeküste gelegene Heide auf, weiter nach Osten folgen Neumünster mit 875 mm und Eutin mit 736 mm. Die geringste Jahressumme wurde mit 571 mm in Westermarkelsdorf auf Fehmarn gemessen. Dort kommt es im Juli und September zu einer leichten Trockenheit, wenn die maximal mögliche Verdunstung die Niederschlagsmenge übersteigt.
Während in Neumünster, Eutin und Westermarkelsdorf das jeweilige Niederschlagsmaximum in die Sommermonate fällt und im Winter ein zweiter Niederschlagsgipfel erreicht wird, liegt das Niederschlagsmaximum in Heide mit über 100 mm im November, das Niederschlagsminimum mit unter 50 mm im Februar.
H. Kiegel

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