Indischer Ozean und Pazifischer Ozean - Physische Übersicht

Indischer Ozean und Pazifischer Ozean - Physische Übersicht

978-3-14-100381-9 | Seite 134 | Abb. 1
Indischer Ozean und Pazifischer Ozean | Physische Übersicht | Indischer Ozean und Pazifischer Ozean - Physische Übersicht | Karte 134/1

Relief der Ozeane

Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Ozeanen und Meeren bedeckt. Daher spricht man von der Erde auch häufig als „blauen Planeten“. Der Pazifische Ozean ist mit 46 Prozent der Wasseroberfläche der größte Ozean, der Indische Ozean mit 20 Prozent der drittgrößte Ozean der Erde. Das Relief der Meeresböden wurde in den letzten Jahrmillionen von den Bewegungen der Erdkrustenplatten geformt. Durch die Plattentektonik wurden Tiefseegräben, Vulkangebirgsketten, unterseeische Rücken, Becken und Plateaus geschaffen. Bewegen sich beispielsweise zwei Erdkrustenplatten voneinander weg, wie die Pazifische Platte und die Nazca-Platte im Pazifischen Ozean, bildet sich entlang des Risses durch aufsteigendes Magma eine neue ozeanische Kruste: die mittelozeanischen Rücken. Entlang der Küsten begrenzt der Schelf, der seichte, ebene Meeresboden, die Kontinente. Der Schelf stellt den Übergang zwischen dem Land und dem Tiefseeboden dar.

Indischer Ozean

Der indische Ozean ist der kleinste der drei Ozeane. Er wird durch mehrere Rücken in Tiefseebecken aufgeteilt. Das Zentralindische Becken ist an den meisten Stellen tiefer als 4000 Meter. Es wird vom Bengalischen Rücken, vom Zentralindischen Rücken und vom Maledivenrücken begrenzt. Die tiefste Stelle des Indischen Ozeans ist das Diamantina-Tief mit 8047 Metern unter dem Meeresspiegel. Das Diamantina-Tief befindet sich im Südostindischen Becken, welches zwischen dem Indisch-Antarktischen Rücken und dem Westaustralischen Rücken liegt. Der Indisch-Antarktische Rücken schließt an den zentralindischen Rücken an. Der Sundagraben vor der Insel Java ist der längste Tiefseegraben der Welt. Er ist 2570 km lang, aber nur 80 km breit.

Pazifischer Ozean

Der Pazifik ist der größte und tiefste Ozean der Erde. Der größte Teil des Pazifischen Ozeans ist mehr als 4000 Meter tief. An seiner tiefsten Stelle, dem Witjas-Tief, ist der Pazifik 11 034 Meter tief. Der Pazifik besteht aus vier großen Becken: dem Nordwestpazifischen Becken, dem Nordostpazifischen Becken, dem Zentralpazifischen Becken und dem Südpazifischen Becken. Im Südpazifik teilt der Ostpazifische Rücken die Nazca-Platte von der großen Pazifischen Platte. Aufgrund tektonischer Störungen bildeten sich im Pazifik zahlreiche Inseln und unterseeische Gebirge. Vor allem im Westen des Pazifiks schließt sich an den Tongagraben ein tektonisch sehr unruhiges Gebiet an, in dem sich viele vulkanische Inseln wie Vanuatu gebildet haben. Durch die hohe Aktivität der Plattenverschiebungen kommt es aber im ganzen Pazifik immer wieder zu Erdbeben, Seebeben und Tsunamis.

Datumsgrenze

Der Verlauf der Datumsgrenze beruht auf einer politischen Vereinbarung und wurde 1845 festgelegt. Bei dem Verlauf nahe des 180. Breitengrades mitten im Pazifischen Ozean wurde eine Zerteilung von zusammenhängenden Staaten vermieden. Die Festlegung einer Datumsgrenze ist nötig, da Reisende in östlicher Richtung bei jedem Wechsel der Zeitzone die Uhr eine Stunde vorstellen. Nach einer Erdumrundung hätte man so einen Tag dazu gewonnen. Überquert man nun die Datumsgrenze an einem Montag von Westen nach Osten, zum Beispiel von Asien in Richtung Amerika, ist östlich der Datumsgrenze Sonntag und der dazu gewonnene Tag wird wieder ausgeglichen. Der Verlauf der Datumsgrenze berücksichtigt die politische Zugehörigkeit der Inselgruppen im Pazifischen Ozean. Lange Zeit wurde der Inselstaat Kiribati, zu dem auch die Insel Kiritimati gehört, durch die Datumsgrenze geteilt. Damit sich die Inseln des Staates auf ein gemeinsames Datum festlegen konnten, war es nötig, die Linie der Datumsgrenze deutlich nach Osten zu verschieben, sodass die Datumsgrenze in einer Ausbuchtung um die Insel Kiritimati herum verläuft.

Relief der Ozeane

Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Ozeanen und Meeren bedeckt. Daher spricht man von der Erde auch häufig als „blauen Planeten“. Der Pazifische Ozean ist mit 46 Prozent der Wasseroberfläche der größte Ozean, der Indische Ozean mit 20 Prozent der drittgrößte Ozean der Erde. Das Relief der Meeresböden wurde in den letzten Jahrmillionen von den Bewegungen der Erdkrustenplatten geformt. Durch die Plattentektonik wurden Tiefseegräben, Vulkangebirgsketten, unterseeische Rücken, Becken und Plateaus geschaffen. Bewegen sich beispielsweise zwei Erdkrustenplatten voneinander weg, wie die Pazifische Platte und die Nazca-Platte im Pazifischen Ozean, bildet sich entlang des Risses durch aufsteigendes Magma eine neue ozeanische Kruste: die mittelozeanischen Rücken. Entlang der Küsten begrenzt der Schelf, der seichte, ebene Meeresboden, die Kontinente. Der Schelf stellt den Übergang zwischen dem Land und dem Tiefseeboden dar.

Indischer Ozean

Der indische Ozean ist der kleinste der drei Ozeane. Er wird durch mehrere Rücken in Tiefseebecken aufgeteilt. Das Zentralindische Becken ist an den meisten Stellen tiefer als 4000 Meter. Es wird vom Bengalischen Rücken, vom Zentralindischen Rücken und vom Maledivenrücken begrenzt. Die tiefste Stelle des Indischen Ozeans ist das Diamantina-Tief mit 8047 Metern unter dem Meeresspiegel. Das Diamantina-Tief befindet sich im Südostindischen Becken, welches zwischen dem Indisch-Antarktischen Rücken und dem Westaustralischen Rücken liegt. Der Indisch-Antarktische Rücken schließt an den zentralindischen Rücken an. Der Sundagraben vor der Insel Java ist der längste Tiefseegraben der Welt. Er ist 2570 km lang, aber nur 80 km breit.

Pazifischer Ozean

Der Pazifik ist der größte und tiefste Ozean der Erde. Der größte Teil des Pazifischen Ozeans ist mehr als 4000 Meter tief. An seiner tiefsten Stelle, dem Witjas-Tief, ist der Pazifik 11 034 Meter tief. Der Pazifik besteht aus vier großen Becken: dem Nordwestpazifischen Becken, dem Nordostpazifischen Becken, dem Zentralpazifischen Becken und dem Südpazifischen Becken. Im Südpazifik teilt der Ostpazifische Rücken die Nazca-Platte von der großen Pazifischen Platte. Aufgrund tektonischer Störungen bildeten sich im Pazifik zahlreiche Inseln und unterseeische Gebirge. Vor allem im Westen des Pazifiks schließt sich an den Tongagraben ein tektonisch sehr unruhiges Gebiet an, in dem sich viele vulkanische Inseln wie Vanuatu gebildet haben. Durch die hohe Aktivität der Plattenverschiebungen kommt es aber im ganzen Pazifik immer wieder zu Erdbeben, Seebeben und Tsunamis.

Datumsgrenze

Der Verlauf der Datumsgrenze beruht auf einer politischen Vereinbarung und wurde 1845 festgelegt. Bei dem Verlauf nahe des 180. Breitengrades mitten im Pazifischen Ozean wurde eine Zerteilung von zusammenhängenden Staaten vermieden. Die Festlegung einer Datumsgrenze ist nötig, da Reisende in östlicher Richtung bei jedem Wechsel der Zeitzone die Uhr eine Stunde vorstellen. Nach einer Erdumrundung hätte man so einen Tag dazu gewonnen. Überquert man nun die Datumsgrenze an einem Montag von Westen nach Osten, zum Beispiel von Asien in Richtung Amerika, ist östlich der Datumsgrenze Sonntag und der dazu gewonnene Tag wird wieder ausgeglichen. Der Verlauf der Datumsgrenze berücksichtigt die politische Zugehörigkeit der Inselgruppen im Pazifischen Ozean. Lange Zeit wurde der Inselstaat Kiribati, zu dem auch die Insel Kiritimati gehört, durch die Datumsgrenze geteilt. Damit sich die Inseln des Staates auf ein gemeinsames Datum festlegen konnten, war es nötig, die Linie der Datumsgrenze deutlich nach Osten zu verschieben, sodass die Datumsgrenze in einer Ausbuchtung um die Insel Kiritimati herum verläuft.

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