Hessen - Niederschläge im Jahr

Hessen - Landwirtschaft und Klima

978-3-14-100389-5 | Seite 19 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 2.000.000
Hessen | Niederschläge im Jahr | Hessen - Landwirtschaft und Klima | Karte 19/3

Überblick

Die Karte zeigt die Verteilung der Jahresniederschläge in Hessen im langjährigen Mittel. Solche langjährigen Mittel beruhen auf Messungen über einen langen Zeitraum; derzeit gilt hier noch die Normalmessperiode 1961–1990 (30 Jahre).
In Hessen werden die Jahresniederschläge vor allem durch die unterschiedlichen Höhenlagen bestimmt.

Niederschlagsverteilung

Die höchsten jährlichen Niederschlagsmengen treten mit über 1200 mm in den Höhenlagen der Rhön, des Vogelsberges, des Odenwaldes sowie am Meißner auf. Eine der Ursachen für die hohen Niederschläge sind die zunehmenden Windgeschwindigkeiten in größeren Höhenlagen, die durch eine abnehmende Bodenreibung verursacht werden. Durch diese hohen Windgeschwindigkeiten wird in der Höhe mehr Feuchtigkeit zugeführt als bei den geringeren Windgeschwindigkeiten in tieferen Lagen. Eine weitere Ursache für die hohen Niederschläge sind Staueffekte an den Gebirgshängen. Sie führen dazu, dass sich die feuchten Westwinde an der Westflanke der Gebirge (also an der Luvseite) abregnen. Solcher Stauregen macht sich zum Beispiel im Odenwald bemerkbar. Dabei nehmen die Niederschläge ab, je geringer die entsprechende Höhe ist.

 

Im Rheingau, im Ried, in der Wetterau sowie in den Senken des Hessischen Berglandes erreichen die Jahresniederschlagswerte lediglich 600 bis 700 mm. Die geringsten Niederschlagssummen treten mit weniger als 600 mm in der Waberner Senke sowie im Rheintal auf.

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