Hamburg/Schleswig-Holstein - physisch

Physische Übersicht

978-3-14-100753-4 | Seite 2 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Hamburg/Schleswig-Holstein | physisch | Physische Übersicht | Karte 2/1

Informationen

Schleswig-Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands, liegt südlich von Dänemark auf der Halbinsel Jütland zwischen Nord- und Ostsee. Niedersachsen entlang der Elbe und Hamburg bilden die Grenze im Süden, Mecklenburg-Vorpommern im Südosten. Das von den Eiszeiten geprägte "Land zwischen den Meeren" ist nach dem Saarland das kleinste deutsche Flächenland. Von Westen nach Osten hat Schleswig-Holstein Anteil an den Landschaftsformen Marsch, Geest sowie der Endmoränenlandschaft Schleswig-Holsteinisches Hügelland. Der Westküste sind die Nordfriesischen Inseln mit den Halligen sowie Helgoland in der Deutschen Bucht vorgelagert. Die durch den Fehmarnsund von der Halbinsel Wagrien abgetrennte Insel Fehmarn liegt zwischen Kieler und Mecklenburger Bucht in der Ostsee.
Beiderseits der Elbe, an der Mündung von Alster und Bille, liegt der Stadtstaat Hamburg, der im Süden noch den Nordausläufer der Harburger Berge, einen Endmoränenzug, umfasst.

Großlandschaften
Nur wenige Meter über den Meeresspiegel reichen die ebenen Marschen im Westen und Süden, die das Bild Schleswig-Holsteins bis zur Nordsee bestimmen. Im Gemeindegebiet von Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch liegt mit 3,54 m unter dem Meeresspiegel sogar der tiefste Punkt Deutschlands. Deiche schützen das von Überflutung bedrohte Land. Das durch Schlick und Sand gekennzeichnete Marschengebiet zieht sich an den Unterläufen der Flüsse Eider, Stör und Unterelbe weit ins Binnenland hinein. Auch Hamburg hat z. B. im Alten Land, einem der größten Obstbaugebiete Mitteleuropas, Anteil an den Elbmarschen.
An die fruchtbare Marschlandschaft schließt sich weiter östlich die flachwellige Geest an. In diesem Gebiet lösen sich Sandebenen der letzten Eiszeit, abgetragene Moränenhügel der vorletzten Eiszeit und Dünenfelder der Nacheiszeit ab. Die sandigen und nährstoffarmen Böden gaben der Gegend ihren Namen. Geest, auf Niederdeutsch "güst", heißt "trocken" bzw. "unfruchtbar".
Gletscher der letzten Eiszeit formten das zur Ostsee gewandte Schleswig-Holsteinische Hügelland. In dieser Region liegt auch der 167 m hohe Bungsberg, Schleswig-Holsteins höchste Erhebung. Westlich davon erstreckt sich die Seen- und Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz. Die heutigen Küstenlinien an der Ostsee entstanden in der Nacheiszeit durch Brandung und Meeresströmungen. Als vor rund 10 000 Jahren die letzten Gletscher schmolzen, stieg der Meeresspiegel um 30 m an und schuf die Förden genannten, schmalen Buchten, vom Meer überflutete Schmelzwasserrinnen.
Im Wattenmeer liegen die Nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, Nordstrand und die Halligen. Fanø und Röm gehören zu Dänemark. Sylt, Föhr und Amrum besitzen im Westen noch alte Geestkerne, die den Sturmfluten schutzlos ausgesetzt sind. Von Abtragung bedroht sind auch die langen Sandstrände und die ausgedehnten Dünenregionen. In den östlichen Seemarschen wird dagegen zum Teil Neuland gewonnen. Zum Marschland gehören auch die Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die zehn Halligen, die nicht durch Winterdeiche geschützt sind. Die Höfe liegen auf künstlich aufgehäuften Warften oder Wurten und werden auch bei Sturmfluten nicht überflutet.
E. Astor

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