Geologische Karte - Südwestdeutschland

Kartentypen

978-3-14-100700-8 | Seite 15 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 1.000.000
Geologische Karte | Südwestdeutschland | Kartentypen | Karte 15/2

Informationen

Im Kartenbild treten sechs geologisch markante Einheiten und Teilräume hervor. Im Nordwesten angeschnitten sind die Vogesen, die im Bau dem Schwarzwald ähneln. Hier treten die ältesten Schichten des Gebietes an die Erdoberfläche: das kristalline Grundgebirge des Erdaltertums. Im Schwarzwald bildet es ein zusammenhängendes Band, das von der Murg im Norden bis zum südlichen Kartenrand reicht; darin liegt mit dem Kandel (1241 m) der höchste Berg des Kartenausschnitts.
Das Deckgebirge aus Schichten des Erdmittelalters wurde im Schwarzwald abgetragen, ist aber östlich und nordöstlich des Schwarzwaldes erhalten. Dort bildet es charakteristische Stufenländer. Besonders markant ist die Schichtstufenlandschaft der Schwäbischen Alb, die im Kartenbild von Südwesten nach Nordosten verläuft und an ihrer Schummerung gut erkennbar ist. Sie besteht aus Ablagerungen des Jura. Am Rand der Vogesen sind diese Gesteine östlich von Hagenau und Straßburg zu finden.
Zwischen den höchsten Bereichen des südlichen Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb liegen Schichten des Keuper, des Buntsandstein und des Muschelkalk an der Oberfläche. Die Hebung war hier geringer als im kristallinen Hochschwarzwald, sodass die Deckgebirgsschichten nicht vollständig abgetragen worden sind. Aufgrund von Bruchlinien und Verwerfungen sind kleinere Schollen dieser Gesteine auch an der Westseite des Schwarzwaldes erhalten. Sie liegen dort am Übergang zum Oberrheingraben, der — anders als der Schwarzwald und die Vogesen — im Tertiär nicht herausgehoben wurde, sondern bis heute absinkt. Er konnte deshalb große Mengen an sehr jungen Ablagerungen aus der Erdneuzeit aufnehmen. Bruchtektonik ermöglichte den jungen Vulkanismus am Kaiserstuhl. Zu den geologisch jungen Ablagerungen zählen auch die Lössanwehungen zwischen Kraichgau und Neckar.
Südöstlich der Schwäbischen Alb sind das glazial überformte Alpenvorland sowie das glazial nicht überformte Tertiärhügelland angeschnitten, die sich nach Osten parallel zu den Alpen fortsetzen.
M. Felsch

Graphiken

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Geologisches Profil von Frankreich bis nach Südwestdeutschland.

Die Gesteinsschichten des Deckgebirges wurden während der Grabenbildung quergestellt und sind vom Grundgebirgssockel abgerutscht bzw. erodiert
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Zur Entstehung des Oberrheingrabens

Der Rheingraben ist ein Teilstück eines großen Bruchsystems, der so genannte Mittelmeer-Mjosen-Zone, die sich mitten durch Europa zieht.
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