Geologie

Geologie

978-3-14-100756-5 | Seite 2 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.000.000
Geologie |  | Geologie | Karte 2/1

Informationen

In Hessen treten fünf geologisch markante Einheiten und Teilräume hervor: die östlichen Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges mit dem Taunus und dem Kellerwald, der kristalline Vordere Odenwald, die Deckschichten der Trias im Osten, die jungen Ergussgesteine des Vogelsberges sowie die jungen Ablagerungen an Rhein und Main.

Paläozoikum (Erdaltertum)
Im Taunus, im Kellerwald und in den weiteren östlichen Abschnitten des Rheinischen Schiefergebirges treten überwiegend Gesteine des Devons und Karbons an die Oberfläche. Der Taunus, dessen von Nordost nach Südwest verlaufene Kammlinie der im Rheinischen Schiefergebirge dominierenden variszischen Streichrichtung folgt, baut sich in seinen südlichen Randbereichen aus Vordevonischen Gesteinen auf; darin liegt mit dem Großen Feldberg (880 m) der höchste Berg des gesamten Rheinischen Schiefergebirges. Der weiter südlich gelegene Vordere Odenwald gehört zur Mitteldeutschen Kristallinschwelle. Die metamorphen Gesteine wurden hier von magmatischen Tiefengesteinen (Graniten) durchstoßen.

Mesozoikum (Erdmittelalter)
Das Deckgebirge aus Schichten des Erdmittelalters wurde im Hessischen Bergland erhalten. Es überwiegen die Schichten des Buntsandsteins, nördlich des Habichtswaldes tritt auch Muschelkalk an die Oberfläche. Geologisch gesehen handelt es sich beim Hessischen Bergland um eine Senke, die bereits vor dem Perm eingesunken ist, sodass sich mächtige Sedimente ablagern konnten — die Ablagerungen aus dem Perm und dem Mesozoikum erreichen hier eine Mächtigkeit von 2500 m. Im Stölzinger Gebirge treten Gesteine des Erdaltertums an die Oberfläche. Die Zone des Buntsandsteins erstreckt sich nach Süden über den Spessart bis zum Hinteren Odenwald.

Känozoikum (Erdneuzeit)
Südlich des Taunus liegt der nordöstliche Abschnitt des Oberrheingrabens mit dem Hessischen Ried. Der Oberrheingraben sinkt seit dem älteren Tertiär (Paläogen) ab. Er konnte deshalb große Mengen an sehr jungen Ablagerungen aus der Erdneuzeit aufnehmen. Zu den geologisch jungen Ablagerungen zählen auch die Lössanwehungen an der Eder.

Junger Vulkanismus
Das Zentrum von Hessen wird vom Vogelsberg beherrscht, der mit seinen rund 2500 km² zu den größten geschlossenen Basaltgebieten Mitteleuropas zählt. Der Aufstieg des Basalts begann vor rund 19 Mio. Jahren. Der Vogelsberg baut sich aus einer Vielzahl von übereinander gestapelten Decken aus basaltischen Gesteinen und verschiedenartigen Tuffen auf.
Weitere Zeugnisse des jungen Vulkanismus sind die vulkanischen Ablagerungen des östlichen Westerwaldes, der nordhessischen Basaltgebiete von Knüll, Habichtswald und Meißner sowie die Ergussgesteine in der Rhön. Die heute als Kuppenrhön bezeichnete Landschaft baut sich im Wesentlichen aus den durch Abtragung herauspräparierten vulkanischen Förderschloten und Gangfüllungen auf, die aus den Sedimenten der Trias herausragen.
H. Kiegel

Google Maps

Zur Orientierung

Die Lage und Ausdehnung dieser Diercke Karte kannst Du Dir zur Orientierung als Kartenrahmen in Google Maps anzeigen lassen.

Jetzt orientieren