Freiburg im Breisgau - Solarprojekte

Deutschland - Regenerative Energien und Nachhaltigkeit

978-3-14-100800-5 | Seite 69 | Abb. 7 | Maßstab 1 : 100.000
Freiburg im Breisgau | Solarprojekte | Deutschland - Regenerative Energien und Nachhaltigkeit | Karte 69/7

Überblick

Freiburg im Breisgau verfügt dank einer durchschnittlichen Menge von 1800 Sonnenstunden jährlich über gute Voraussetzungen zur Nutzung der Solarenergie (s. 68.1). Dass sich die Stadt zu einem Zentrum der Solarenergie in Deutschland entwickeln konnte, ist aber auch Resultat eines besonderen politischen Klimas. 1986 verabschiedete der Freiburger Gemeinderat ein Energieversorgungskonzept, das der Nutzung regenerativer Energiequellen einen zentralen Stellenwert einräumte. Heute nimmt die Kommune bei der Entwicklung von Technologie und Konzepten sowie der Nutzung von Solarenergie einen nationalen Spitzenplatz ein.

Solarenergie (vgl. 68.1) ist dezentral und regional verfügbar. Daher konzentriert sich ihre Gewinnung nicht auf Großkraftwerke, wie bei der herkömmlichen Energieversorgung. Die technische Infrastruktur für die Bereitstellung von Solarenergie in der Freiburger Region besteht aus einem technischen Netz dezentraler Einzelanlagen. Diese Struktur gilt für beide Hauptformen der Nutzung von Sonnenenergie, also sowohl für Photovoltaikanlagen, die Solarstrom ins Netz einspeisen, als auch für die Solarthermieanlagen, die Heizwärme und Warmwasser bereitstellen.

Ergänzt wird der Betrieb von Solaranlagen durch eine spezielle „Solararchitektur“ (Gebäude können Sonnenwärme und Licht einfangen). Dadurch wird der Energiebedarf für Heizung, Beleuchtung und Klimatisierung minimiert und der Wohnkomfort erhöht.

Von den Solarprojekten in Freiburg erfasst die Karte nur die größeren Solarstromanlagen von mindestens 50 kW Leistung sowie ausgewählte Solarthermie- und Architekturprojekte mit technischen Besonderheiten.

Photovoltaik- und Solaranlagen wurden in Freiburg auch auf bereits genutzten Flächen und Gebäuden installiert; dies gilt beispielsweise für die Messehalle, das Fußballstadion oder die Fassade des Hauptbahnhofturms. Diese Doppelnutzung vorhandener Flächen für Solarenergie hat den Vorteil, dass der Flächenverbrauch gering ist.

Dem technischen Netz aus vielen Anlagen entspricht ein gesellschaftliches Netzwerk aus zahlreichen Akteuren. Eine wichtige Rolle spielen dabei Forschungseinrichtungen, Architekten, Bauunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, engagierte Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt die Kommunalpolitik, die unter anderem das Projekt „SolarRegion Freiburg“ ins Leben gerufen hat.

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