Frankfurt (Oder) - Wirtschaft

Brandenburg und Berlin - Wirtschaft

978-3-14-100380-2 | Seite 21 | Abb. 3
Frankfurt (Oder) | Wirtschaft | Brandenburg und Berlin - Wirtschaft | Karte 21/3

Überblick

Frankfurt/Oder liegt am Westufer der Oder, gegenüber, auf polnischer Seite, liegt S?ubice, die ehemalige Vorstadt Frankfurts. Die Marktsiedlung Frankfurt entwickelte sich im Mittelalter am Oderübergang einer Fernstraße. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt großflächig zerstört. Das Stadtzentrum wurde in den folgenden Jahren neu aufgebaut. Dabei wurde der alte Stadtgrundriss nicht übernommen. Nur wenige historische Gebäude, wie zum Beispiel das Rathaus, wurden wiederhergestellt. Frankfurt wurde Bezirkshauptstadt des neuen Bezirkes Frankfurt (Oder). 1958 entstand ein Halbleiterwerk, das sich zum größten Arbeitgeber in der Stadt entwickelte. In den 1970er-Jahren wurde ein großflächiges Neubaugebiet im Stadtteil Neuberesinchen gebaut, größtenteils aus Plattenbauten. Am 15. Juli 1991 wurde die offizielle (Neu-)Gründung der Europa-Universität Viadrina vollzogen und ein Jahr später das Institut für Halbleiterphysik gegründet. 2001 wurde mit einem groß angelegten Abriss der Plattenbauten begonnen. Heute ist die Stadt Frankfurt ein Wissenschafts- und Forschungsstandort. Mit dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik haben sich Firmen aus verschiedenen technischen Bereichen angesiedelt. Dazu zählen Unternehmen der Mikrosystemtechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik, der Umwelt- und Energietechnik. Damit ist auch die Beschäftigung im Dienstleistungssektor gestiegen. 2016 arbeiteten hier 87,8 Prozent der Beschäftigten. Seit der Wende hat Frankfurt/Oder fast die Hälfte seiner Arbeitsplätze und fast ein Drittel seiner Einwohner verloren. Heute leben hier nur noch 58 000 Menschen.