Frankfurt am Main - Dienstleistungszentrum

Frankfurt am Main - Eine Karte lesen und auswerten

978-3-14-100389-5 | Seite 14 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 15.000
Frankfurt am Main | Dienstleistungszentrum | Frankfurt am Main - Eine Karte lesen und auswerten | Karte 14/1

Überblick

Als größte Stadt Hessens und fünftgrößte Stadt Deutschlands erfüllt Frankfurt am Main alle Funktionen eines Oberzentrums. Die Stadt gilt darüber hinaus europaweit als bedeutendes Finanz-, Industrie-, Messe-, Dienstleistungs- und Verkehrszentrum. Im Finanzsektor ist Frankfurt der führende Finanzplatz in Deutschland, der zweitgrößte Aktienmarkt in Europa und gehört zu den wichtigsten Finanzzentren weltweit.

Finanzzentrum Frankfurt

Frankfurts herausragende Stellung als Finanzzentrum lässt sich insbesondere an der Bedeutung und Anzahl der ansässigen Banken ablesen: Frankfurt ist Hauptsitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank und der vier größten deutschen Banken (Deutsche Bank, Commerzbank, KfW Bankengruppe und DZ Bank); dazu kommen Firmensitze verschiedener Tochtergesellschaften. Auch die Frankfurter Volksbank, Deutschlands zweitgrößte Volksbank, hat ihren Sitz in Frankfurt, ebenso wie namhafte öffentliche Kreditinstitute (u. a. Landesbank Hessen-Thüringen). Ergänzt wird die Liste durch einflussreiche Privatbanken, die ebenfalls in Frankfurt ihren Hauptsitz oder – bei Auslandsbanken – ihre Deutschlandzentrale haben. Insgesamt haben rund 200 Banken einen Sitz in Frankfurt, davon etwa 160 ausländische (Stand 2016). Nicht zuletzt sind die drei weltweit wichtigsten Ratingagenturen (private Unternehmen, die die Kreditwürdigkeit von Firmen sowie von Staaten bewerten) mit ihrer Deutschlandzentrale in der Bankenmetropole vertreten.

 

Eng mit den Banken verflochten sind weitere hochspezialisierte Unternehmen des Dienstleistungssektors wie Versicherungen, Immobilienentwickler, Finanzdienstleister, Werbeagenturen, Unternehmensberatungen und vor allem die Frankfurter Wertpapierbörse – die mit Abstand bedeutendste Börse Deutschlands.

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Tourismus

Frankfurt hat ca. 300 Hotels mit 56 000 Betten, in denen 2018 5,9 Mio. Besucher 10,1 Mio. Übernachtungen verbrachten. Dabei sind Messe- und Geschäftsreisende ebenso vertreten wie Freizeittouristen, die das reichhaltige Kulturangebot der Mainstadt (über 60 Museen, Oper, Schauspiel, Konzerthallen) schätzen und historische Sehenswürdigkeiten besuchen wie z. B. den Frankfurter Römer (das historische Rathaus), die Paulskirche (Sitz der ersten parlamentarischen Versammlung in Deutschland), das Geburtshaus Johann Wolfgangs von Goethe, den historischen Dom (bedeutender Krönungsort deutscher Könige und Kaiser) und das zwischen Römer und Dom neu entstandene, dem historischen Vorbild nachempfundene  Fachwerkviertel.

Eisenbahnverkehrsknoten

Der Frankfurter Hauptbahnhof, ein Kopfbahnhof, gehört zu den drei am stärksten frequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Er liegt zentral im deutschen und im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz und macht Frankfurt zu einem der größten Umsteigeorte innerhalb Deutschlands. Der Bahnhof hat 25 Fernbahn- und vier S-Bahn-Gleise; täglich werden rund 460 000 Fahrgäste gezählt, bis zu 1170 Züge fahren an Spitzentagen den Kopfbahnhof an. Gleichzeitig ist er auch Zentrum im Regionalverkehr (siehe U- und S-Bahn in der Karte).

Messe

Frankfurt ist – gemessen an der Ausstellungsfläche – nach Hannover und Shanghai der drittgrößte Messeplatz der Welt. Auf 592 000 m2 Grundfläche befinden sich elf Hallen mit 394 000 m2 Ausstellungsfläche sowie rund 60 000 m2 Freigelände. 2018 fanden auf dem Frankfurter Messegelände 34 Messen sowie 57 Kongresse und Tagungen statt.

Flächennutzung

Das Hauptgeschäftszentrum (City) erstreckt sich über die Stadteile Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel und Teile des Westend. Dort finden sich das Bankenviertel sowie ein Großteil der Handels- und Verwaltungseinrichtungen. Auch die Standorte der zahlreichen niedergelassenen Fluggesellschaften und Fremdenverkehrsämter konzentrieren sich auf das Hauptgeschäftszentrum. Die Frankfurter City ist zudem ein zentrales Einkaufszentrum. Ausgedehnte Fußgängerzonen befinden sich rund um die Zeil, der wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt und eine der besucher- und umsatzstärksten Shoppingmeilen Deutschlands.

 

Die überwiegend starke Nachfrage nach hochwertigen Büroräumen hat zur Ausdehnung der City über den ehemaligen Altstadtbereich und den Ring ehemaliger Wallanlagen (heute Grünfläche) hinaus geführt. Dabei wurden zum einen Entlastungsstandorte gebaut (etwa die Bürostadt Niederrad, außerhalb des Kartenausschnittes gelegen), die Wohnnutzung angrenzender Viertel teilweise umgewidmet (etwa im Stadtteil Westend) oder ehemalige Industrie- und Bahnflächen in der Nähe des Bahnhofs erschlossen und neu bebaut (City West, außerhalb des Kartenausschnittes gelegen). Im Stadtteil Gallus wurde 2013 ein neues Einkaufs- und Kongresszentrum, die Skyline Plaza (linker Kartenrand), eröffnet. Später folgten noch ein Kongresshaus und ein Hotel.

 

Frankfurts Skyline wird wie keine andere in Deutschland von Hochhäusern geprägt. Mehr als 30 Gebäude sind über 100 m hoch.

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