Euroregion Maas-Rhein

Euroregion Maas-Rhein

978-3-14-100755-8 | Seite 14 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 500.000
Euroregion Maas-Rhein |  | Euroregion Maas-Rhein | Karte 14/2

Informationen

Die Euroregion (auch Euregio) Maas-Rhein wurde 1976 als Arbeitsgemeinschaft zur koordinierten, grenzüberschreitenden Raumplanung und -entwicklung im deutsch-belgisch-niederländischen Grenzgebiet gegründet. 1991 wurde die Arbeitsgemeinschaft in die niederländische Rechtsform einer Stichting umgewandelt. Sitz der Euroregion ist das belgische Eupen.

Gebiet der Euroregion
Die Euroregion Maas-Rhein umfasst den Süden der niederländischen Provinz Limburg, die belgischen Provinzen Limburg und Lüttich, die deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien sowie die Regio Aachen e. V. Bei der Regio Aachen handelt es sich um einen Zusammenschluss der Kreise Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, der kreisfreien Stadt Aachen sowie zahlreicher Kommunen, Verbände und gesellschaftlicher Organisationen.
2007 umfasste die Euroregion Maas-Rhein eine Fläche von 12 000 km² und 3,88 Mio. Einwohner. Fast 1,29 Mio. von ihnen lebten in Deutschland, rund 750 000 in den Niederlanden sowie 1,84 Mio. in Belgien.

Wirtschaft
Im Gebiet der Euregio Maas-Rhein sind zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt. Schwerpunkte im deutschen Raum sind die chemische Industrie, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die Metallverarbeitung und die Elektronik. In den Niederlanden liegt der Schwerpunkt in der chemischen Industrie, der Papierindustrie (Raum Maastricht) und dem Fahrzeugbau (Born). In Belgien gibt es neben der chemischen Industrie, der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau regionale Schwerpunkte der Eisen- und Stahlerzeugung (Lüttich) sowie des Fahrzeugbaus (Genk). Mit Aachen, Lüttich und Maastricht verfügt die Region über drei Oberzentren mit einem vielfältigen Dienstleistungsangebot. Schwerpunkte sind u. a. Service und Forschung. Mit dem Aachen-Lüttich-Maastricht-Austausch existiert ein länderübergreifender Hochschulverband mit den Universitäten RWTH Aachen, Lüttich, Hasselt und Maastricht.
Die Euregio Maas-Rhein wird durch ein dichtes Netz an Autobahnen und Eisenbahnstrecken erschlossen. Dieses ermöglicht ein hohes Pendleraufkommen zwischen den Teilregionen. Täglich pendeln 9850 Arbeitnehmer niederländischer Sprache von Belgien in das niederländische Süd-Limburg sowie umgekehrt 700 Grenzpendler in das belgische Limburg. Die Region Aachen empfängt 6300 Pendler aus den Niederlanden und 4700 Pendler aus Belgien. Umgekehrt pendeln jeweils 450 Arbeitnehmer von Deutschland in die Niederlande und nach Belgien.

Organisation
Höchstes Gremium der Euroregion Maas-Rhein ist der Vorstand. Ihm unterstehen das Büro der Euregio sowie die verschiedenen Kommissionen. Das wichtigste Beratungsorgan für die grenzübergreifende Politik ist der Euregiorat. Seine Mitglieder werden aus den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Instanzen der einzelnen Partnerregionen entsandt. Der Euregiorat besteht aus zwei Kammern: In der ersten Kammer sitzen politische Vertreter, in der zweiten Kammer gesellschaftliche Organisationen.
H. Kiegel

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