Europa - Klimazonen nach ihren Merkmalen

Europa - Klima

978-3-14-100391-8 | Seite 75 | Abb. 5
Europa | Klimazonen nach ihren Merkmalen | Europa - Klima | Karte 75/5

Überblick

Europa hat Anteil an drei großen Klimazonen: der subpolaren Zone im Norden, den Mittelbreiten sowie den südlich angrenzenden Subtropen. Dargestellt sind die thermischen Klimazonen, die anhand der Jahresmitteltemperaturen voneinander abgegrenzt werden.

Subpolare Zone

Die subpolare Zone im Norden Europas zeichnet sich durch sehr lange und eher trockene Winter aus. Die Winterdauer beträgt bis zu acht Monaten. Die Sommer sind dagegen kurz und kühl mit nur geringen Niederschlägen. Das Jahresmittel der Temperatur beträgt zwischen minus 10 und 0 °C. Die Monatsmitteltemperaturen liegen im Sommer bei 6–10 °C. In der subpolaren Zone findet man auch den Permafrostboden. Dort sind die unteren Bodenschichten immer gefroren.

Subtropen

Der Süden Europas gehört zu den Subtropen, also Länder wie Spanien oder Italien. Die subtropische Klimazone ist in Europa von einem hochmaritimen oder maritimen Klima mit sehr warmen und trockenen Sommern geprägt. Während der Wintermonate sorgt Tiefdruck für viel Regen, die Temperaturen sind eher mild. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt im Bereich von 12–24 °C. Die Subtropen markieren den Übergang zwischen den Tropen und den Mittelbreiten.

Mittelbreiten

Die Mittelbreiten sind durch ein gemäßigtes Klima geprägt. Dort gibt es die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der größte Teil Europas liegt im Bereich der Mittelbreiten. Der Wind in den Mittelbreiten weht in der Regel vom Meer zum Kontinent, also von West nach Ost. Es gibt ozeanische Gebiete mit milden Wintern, kühlen Sommern und ganzjährigem Niederschlag. Dort bleibt die Durchschnittstemperatur das gesamte Jahr hindurch etwa gleich. Dazu gehören beispielsweise die Britischen Inseln. Insgesamt liegt die mittlere Jahrestemperatur in den Mittelbreiten zwischen 0 und 12 °C. Je weiter man sich jedoch vom Meer entfernt, umso mehr nehmen die Niederschläge ab. Daher sind die Sommer in östlicheren Gebieten eher trockener als in maritimen Lagen. Die Temperaturschwankungen nehmen gleichzeitig zu. Somit kann das Klima der Mittelbreiten grob in Seeklima und Landklima unterteilt werden. Diese Unterschiede zwischen meernahen und meerfernen Regionen in Bezug auf Temperatur und Niederschlag bezeichnet man als Kontinentalität. Die Kontinentalität hängt mit der Wärmespeicherfähigkeit des Meerwassers zusammen. Während der warmen Sommermonate nimmt das Meer Wärme auf und gibt sie im Winter wieder an das Festland ab. So wirkt es auf Orte, die nahe am Meer liegen, temperaturausgleichend und versorgt sie mit Feuchtigkeit.