Erlebnistourismus

Deutschland - Tourismus

978-3-14-100700-8 | Seite 61 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 6.000.000
Erlebnistourismus |  | Deutschland - Tourismus | Karte 61/2

Informationen

Die Karte visualisiert räumliche Muster dieser spezifischen Tourismusart, veranschaulicht zugrunde liegende Strukturen und verweist auf sozioökonomische Abhängigkeiten und Prozesse. Der Erlebnistourismus zielt nicht auf Naturschauspiele und landschaftliche Sehenswürdigkeiten, sondern in erster Linie auf Aktivitäten in künstlichen Erlebniswelten. Nach den unterschiedlichen Zwecken lässt er sich vom Erholungstourismus, vom Städtetourismus mit seinem Geschäfts-, Einkaufs-, und Tagungs-, aber auch vom Bildungstourismus abgrenzen. Wie andere touristische Erscheinungsformen auch nutzt der Erlebnistourismus eine spezifische Freizeitinfrastruktur bzw. erzeugt sie, wenn er z. B. als Massenphänomen in Form von Erlebnismeilen in Erscheinung tritt. Kommunen und Tourismusverbände wollen dadurch die Folgen veränderter Urlaubspräferenzen (ein- oder mehrtägige Kurzreisen statt zwei- oder dreiwöchiger Urlaube) ökonomisch in den Griff bekommen. Erlebnishotels und Erlebnisgastronomie, Freizeit- und Erlebnisparks, Erlebnisbadelandschaften, Erlebnismuseen und Erlebniszoos setzen ebenso wie Sporterlebnisparks expressis verbis auf diese Tourismusform. An Letztgenannten zeigt sich, dass nicht das Erzielen einer sportlichen Leistung, sondern der Verkauf einer Dienstleistung an Konsumenten und die Schaffung von Gruppenerlebnissen im Mittelpunkt stehen.

Destinationen für Tagesgäste und Urlauber
In die Karte wurden nur solche Erlebniswelten und Destinationen aufgenommen, die fest installiert sind, ganzjährig betrieben werden und eine überregionale Bedeutung besitzen. Ihr Einzugsbereich ist primär auf Tagesgäste und Naherholer aus den Ballungsgebieten ausgerichtet. Einen alternativen Standort bieten große Urlaubsregionen durch die hohe Anzahl der sich dort aufhaltenden Touristen, wie die Destinationen entlang der Küste, aber auch am Bodensee belegen. Um die Lesbarkeit der Kartendarstellung zu wahren, musste auf die Wiedergabe von Einrichtungen mit weniger als 400 000 Eintritten pro Jahr verzichtet werden.
Die Erlebniswelten in Deutschland lassen sich nach ihrer Genese verschiedenen historischen Epochen zuordnen. Auf der Karte stellen die Zoos und Tierparks in zentrumsnaher Lage der Großstädte meistens die älteste Schicht dar. Sie fanden etwa bis zur Gründerzeit ihren heutigen Standort.
U. Fichtner

Google Maps

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