Erde - Rohstoffabhängigkeit Japans

Erde - Globalisierte Wirtschaft

978-3-14-100384-0 | Seite 187 | Abb. 3
Erde | Rohstoffabhängigkeit Japans | Erde - Globalisierte Wirtschaft | Karte 187/3

Überblick

Japan gehört, wie Deutschland, zur Gruppe der bedeutendsten Industriestaaten der Erde. Obwohl Japans Wirtschaft seit einigen Jahren mit Strukturproblemen zu kämpfen hat, ist Japan nach China die zweitgrößte Handelsnation und nach dem BIP (2017: 4872 Mrd. US-$) auch die zweitgrößte Wirtschaftsnation in der Wachstumsregion Ost- und Südostasien.

Importstruktur

Japan stand 2017 nach China, den USA und Deutschland jeweils an vierter Stelle der Export- bzw. der Importrangliste. Das Land gehört zu den besonders weltmarktabhängigen Industrieländern mit hohem Bedarf an Rohstoff-, Nahrungs- und Genussmitteleinfuhren. Japan selbst hat kaum mineralische, pflanzliche, tierische oder chemische Rohstoffe. Erze und Erdöl importiert Japan nahezu vollständig aus dem Ausland. 28 Prozent der gesamten Importe im Jahr 2017 waren Rohstoffe, 6 Prozent entfielen auf Nahrungsmittel. Am meisten wurde 2017 aus China eingeführt (25 %), gefolgt von den USA (11 %), Australien (6 %), Südkorea (4 %) und Saudi-Arabien (4 %). In den letzten Jahren hat es hinsichtlich der Herkunftsländer eine Reihe von Veränderungen gegeben. Bei der Einfuhr von Stein- und Braunkohle spielen heute wie bereits erwähnt vor allem Russland, Kolumbien und die USA eine bedeutende Rolle, die Lieferungen aus den USA nehmen allerdings tendenziell ab. Eine bedeutende, stabile Konstante stellt als Lieferant dar. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich beim Import von Erdöl und Erdölprodukten. Die USA und Mexiko, die bis Ende der 1990er-Jahre noch einige Anteile an den Einfuhren hatten, spielen bei diesen Produkten fast keine Rolle mehr, dafür sind Russland, Norwegen, Großbritannien sowie einige westafrikanische Länder als neue Handelspartner hinzugekommen. Langfristig stabile Partner sind hier insbesondere die Golfstaaten. Die eingeführten Eisenerze stammen vor allem aus Brasilien, Australien und Südafrika. Stärker gestreut ist die Einfuhr von Buntmetallerzen und Stahlveredlern (zum Beispiel Chile, Peru, Australien und Südafrika). Bei den Aluminiumerzen sind China, Indien und Indonesien wichtige Handelspartner.

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