Dubai - Ausbau zur Tourismusmetropole - 1990

Westasien - Physische Karte und Metropole Dubai

978-3-14-100870-8 | Seite 175 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 250.000
Dubai | Ausbau zur Tourismusmetropole | Westasien - Physische Karte und Metropole Dubai | Karte 175/2

Überblick

Ein Wahrzeichen von Dubai, der Hauptstadt des gleichnamigen Emirats, ist die surrealistische Wohnlandschaft "Palm Jumeirah" im flachen Küstengewässer vor der Stadt. Die künstliche Insel in Form einer Palme wurde von den Investoren Anfang der 2000er-Jahre als "achtes Weltwunder" gepriesen. Sie war nur das erste von mehreren ähnlich ambitionierten Bauprojekten.

Allerdings wurde Dubai, das kaum über Erdölvorkommen verfügt, aber lange als Mekka der Finanz- und Immobilienwirtschaft galt, von der globalen Finanzkrise 2008/2009 hart getroffen. Die Nachfrage nach Luxusimmobilien brach dramatisch ein, mehrere Großprojekte wie die Kunstinseln "Deira-Palme", "The World", "The Universe", "Jebel-Ali-Palme" und das neue Luxusviertel "Veneto" mussten - mindestens vorläufig - eingestellt werden. Das Emirat ist heute hoch verschuldet. Aufgrund der günstigen Wirtschaftsentwicklung und des Zuschlags für die Ausrichtung der Expo 2020 - von der sich Dubai neue Impulse für Infrastruktur, Immobiliengeschäft und Tourismus erhofft - sind die Prognosen für die Bewältigung der Schuldenkrise dennoch günstig.

Geschichte bis 1990

Das Emirat Dubai am unteren Persischen Golf ist ein Kleinstaat von rund 4000 Quadratkilometer Fläche, das ist weniger als ein Zehntel der Fläche Niedersachsens. Das Territorium besteht aus einem etwa 50 Kilometer langen Küstenstreifen beiderseits des Meeresarms Dubai Creek. Richtung Osten führt eine Straße durch das wüstenhafte Hinterland zur Exklave Hatta, einer einst malerischen, inzwischen durch Hotelbauten und Wüstentourismus stark überprägten Oase im Omanischen Gebirge.

Dubai wird seit seiner Gründung um 1830 von den Stammesführern (Emiren) aus der Familie Al Maktoum regiert, 1835 geriet das Emirat unter britischen Schutz. Nach dem Rückzug der Briten schlossen sich 1971 sieben Kleinstaaten zu den "Vereinigten Arabischen Emiraten" (VAE) zusammen. Aufgrund ihrer immensen Öl- und Gasreserven gehören sie heute zu den reichsten Staaten der Erde.

In Dubai - neben Abu Dhabi ein wirtschaftliches Zentrum der Emirate - begann ab Anfang der 1980er-Jahre ein beispielloses Ausbauprogramm. Als Gegenpol zum Dubai Creek mit den Siedlungskernen Deira ("Dorf"), dem historischen Sitz des Emirs ("Shindaga") und Bur Dubai, dem alten Hafengebiet, entstand im Südwesten der Hafen Jebel Ali mit den zollfreien Gewerbeflächen der Freihandelszone (Jebel Ali Free Zone), in der sich seit der Gründung 1985 über 7000 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen angesiedelt haben, darunter rund 100 aus der "Fortune-500-Liste" der umsatzstärksten Unternehmen weltweit.

Nordöstlich der Freihandelszone wurde die DUBAL-Aluminiumhütte gegründet, die heute mit einer Produktionskapazität von über 1 Mio. Tonnen zur Weltspitze zählt. Unweit davon entstand eine Meerwasserentsalzungsanlage, die später durch drei Wärmekraftwerke ergänzt wurde.

Im Süden der Stadt wurden mehrere Industrie- und Gewerbegebiete ausgewiesen. Der 1960 eröffnete Dubai International Airport, anfangs noch wenig bedeutend, wurde 1990 nur von wenigen europäischen Flughäfen direkt angeflogen. Dank eines ehrgeizigen Entwicklungsplans wurde er in den folgenden 25 Jahren zu dem nach Passagieraufkommen drittgrößten Flughafen der Welt ausgebaut. Zahlreiche Direktverbindungen in die europäischen Länder sind heute die Regel, nicht mehr die Ausnahme.

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