Deutschland - Temperaturen im Jahr

Deutschland - Klima

978-3-14-100870-8 | Seite 79 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 7.000.000
Deutschland | Temperaturen im Jahr | Deutschland - Klima | Karte 79/2

Überblick

In der Karte werden die jährlichen Durchschnittstemperaturen für Deutschland in einer siebenstufigen Skala dargestellt. Die Spanne der auftretenden Werte reicht dabei von unter 4 °C bis über 10 °C.

Die tiefsten Temperaturen verzeichnen die höheren Lagen einiger Mittelgebirge bzw. der Alpen. Hier treten jährliche Durchschnittstemperaturen von weniger als 6 °C, zum Teil sogar von unter 4 °C auf. Aus diesem Grund heben sich in der Karte Rothaargebirge, Harz, Thüringer Wald, Erzgebirge, Böhmerwald, Vogesen, Schwarzwald und vor allem die Alpen als "Kälteinseln" ab.

In den tieferen Lagen ist der Umsatz von Sonnenenergie in fühlbare Wärme aufgrund der größeren beschienenen Oberflächen größer; dies führt zu einem adiabatischen Temperaturrückgang mit zunehmender Höhe. Auch größere Windgeschwindigkeiten tragen in Hochlagen durch die Zufuhr kühlerer Luftmassen aus höheren Atmosphärenschichten zu einem niedrigeren Temperaturniveau bei.

Aufgrund der beschriebenen Höhenabhängigkeit der Jahresdurchschnittstemperatur zeigt sich im Kartenbild eine starke reliefbedingte Differenzierung der Werte. Weite Teile des Norddeutschen Tieflandes weisen verbreitet Jahresmittel der Temperatur von 8 bis 9 °C auf, während der Mittelgebirgsraum im Süden wegen der größeren Höhe durch ein Temperaturniveau von 7 bis 8 °C geprägt ist. Die höchsten Werte von über 10 °C werden in den großen Tallagen und geschützten Tiefebenen verzeichnet. Vor allem das Oberrheinische Tiefland und die Kölner Bucht heben sich als thermisch besonders begünstigte Regionen ab.

Am Alpennordrand zeigt sich in einigen Tälern ein lokal erhöhtes Temperaturniveau, das auf den zeitweiligen Einfluss des Föhns zurückzuführen ist.

Ein West-Ost- bzw. Süd-Nord-Gegensatz ist mit der Karte kaum zu belegen. Dies wird am Vergleich des Münsterlandes mit Brandenburg bzw. Norddeutschlands mit dem Alpenvorland deutlich. Temperaturgegensätze, die sich zum Beispiel in der ostwärts zunehmenden Kontinentalität äußern (abnehmende Wintertemperaturen, zunehmende Sommertemperaturen), werden durch die Mittelwertbildung unkenntlich gemacht. Geringere Sommertemperaturen an der Nordseeküste im Vergleich zum Alpenvorland werden durch mildere Wintertemperaturen (maritimer Einfluss, s. a. Land-Seewind-Zirkulation in der Karte) ausgeglichen.

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