Deutschland südlicher Teil - Physische Karte

Physische Karte

978-3-14-100855-5 | Seite 28 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Deutschland südlicher Teil | Physische Karte | Physische Karte | Karte 28/1

Überblick

Die Karte zeigt einen Teil der Mittelgebirgsschwelle, die süddeutschen Stufenlandschaften mit ihren Randgebirgen, den Oberrheingraben, das deutsche Alpenvorland und den Nordrand der Alpen.

Überblick über die Großlandschaften

Die Schwäbische Alb zählt zu den Stufenlandschaften Süddeutschlands. Sie geht in die Fränkische Alb über. Im Westen grenzt sie an den höhergelegenen Schwarzwald. In Teilen des Schwarzwaldes tritt das kristalline Grundgebirge zutage. Im Norden und im Westen ist das Deckgebirge erhalten.

Die Oberrheinische Tiefebene zwischen Basel und Mainz ist in der Karte besonders auffällig. Die stark nordsüdlich ausgerichtete Tiefebene folgt den tektonisch entstandenen Strukturen des Oberrheingrabens.

Als Alpenvorland wird in Deutschland der Raum zwischen dem nördlichen Alpenrand und einem Bogen aus Schwäbischer Alb, südlicher Fränkischer Alb und Bayerischem Wald bezeichnet. Diesem markanten, auch im Kartenbild leicht zu verfolgenden Bogen folgt im Wesentlichen auch der Lauf der Donau. Das Alpenvorland ist als Außenzone der Alpen ein Ablagerungsgebiet. Nur ein Teil des Alpenvorlandes war während der letzten Eiszeiten vergletschert. Gut erkennbar sind die großen Seen (wie beispielsweise der Bodensee), die Produkte der glazialen Formung sind.

Die Lage der großen Seen markiert den Nordrand des Jungmoränengebietes, das sich auch in Österreich fortsetzt.

Im Kartenbild sind die Abdachung des Alpenvorlandes in Richtung Dungau und die Ausrichtung des Gewässernetzes auf die am Nordrand liegende Donau gut zu erkennen. Entlang der Flüsse fallen die Staustufenketten an Iller, Lech, Isar und Inn sowie am Rhein bis Basel auf, vielerorts sind auch Spuren der Flussregulierung deutlich sichtbar, etwa im Falle der rheinparallelen Kanäle zwischen Basel und Straßburg.

Deutschland hat einen Anteil von 2,2 Prozent am Hochgebirge der Alpen. Die Alpen treten im Kartenbild durch die dunkelbraune Signatur hervor. Sie sind das Ergebnis intensiver Hebungsprozesse. Intensive Abtragung und glaziale Überformung gaben den Alpen ihr heutiges Aussehen.

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