Deutschland südlicher Teil - physisch

Deutschland südlicher Teil - physisch

978-3-14-100770-1 | Seite 52 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Deutschland südlicher Teil | physisch | Deutschland südlicher Teil - physisch | Karte 52/1

Informationen

Die Karte zeigt einen Teil der Mittelgebirgsschwelle, die süddeutschen Stufenlandschaften mit ihren Randgebirgen, den Oberrheingraben, das deutsche Alpenvorland und den Nordrand der Alpen.

Überblick über die Großlandschaften
Die Schwäbische Alb zählt zu den Stufenlandschaften Süddeutschlands. Sie geht im Bereich des Nördlinger Rieses, eines wegen seiner Form auffälligen, 14,4 Mio. Jahre alten Meteoritenkraters, in die Fränkische Alb über. Im Westen grenzt sie an den höhergelegenen Schwarzwald. In Teilen des Schwarzwaldes tritt, wie in den Hochschollen der Mittelgebirgsschwelle, das kristalline Grundgebirge zutage. Im Norden und im Westen ist das Deckgebirge erhalten.
Die Oberrheinische Tiefebene zwischen Basel und Mainz ist in der Karte besonders auffällig. Die stark nordsüdlich ausgerichtete Tiefebene folgt den im Tertiär entstandenen tektonischen Strukturen des Oberrheingrabens, der mit mächtigen jungen Sedimenten aufgefüllt ist.
Als Alpenvorland wird in Deutschland der Raum zwischen dem nördlichen Alpenrand und einem Bogen aus Schwäbischer Alb, südlicher Fränkischer Alb und Bayerischem Wald bezeichnet. Diesem markanten, auch im Kartenbild leicht zu verfolgenden Bogen folgt im Wesentlichen auch der Lauf der Donau. Das Alpenvorland ist als Außenzone der Alpen Ablagerungsgebiet des Abtragungsschuttes der Alpen. Nur ein Teil des Alpenvorlandes war während der letzten Eiszeiten vergletschert. Gut erkennbar sind die großen Seen, die Produkte der glazialen Formung sind. Tiefster See der Region ist der Bodensee mit 252 Metern Tiefe.
Die Lage der großen Seen markiert den Nordrand des Jungmoränengebietes, das sich auch in Österreich fortsetzt. Der Formenschatz dieser Gebiete ist zum Teil ein anderer als der des Norddeutschen Tieflandes (z. B. Schotterfelder im Alpenvorland, Sander in Norddeutschland als großflächige Aufschüttungen des Schmelzwassers). Das Gebiet nördlich der Linie Augsburg — Salzburg war nicht vergletschert. Im Kartenbild sind die Abdachung des Alpenvorlandes in Richtung Dungau und die Ausrichtung des Gewässernetzes auf die am Nordrand liegende Donau gut zu erkennen. Entlang der Flüsse fallen die Staustufenketten an Iller, Lech, Isar und Inn sowie am Rhein bis Basel auf, vielerorts sind auch Spuren der Flussregulierung deutlich sichtbar, etwa im Falle der rheinparallelen Kanäle zwischen Basel und Straßburg oder an der Altmühl unterhalb von Dietfurt.
Zwischen der Salzach und dem Bodensee hat Deutschland einen Anteil von 2,2 Prozent am Hochgebirge der Alpen. Die Alpen treten im Kartenbild durch die dunkelbraune Signatur hervor. Sie sind das Ergebnis intensiver Hebungsprozesse in jüngerer Zeit; auch die Bildung der Mittelgebirgsschwelle ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Intensive Abtragung (in Abhängigkeit vom Gestein) und glaziale Überformung gaben den Alpen ihr heutiges Aussehen. Markant sind die Quertäler des Inn und der Salzach.
M. Felsch

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