Deutschland - Physische Karte

Deutschland - Physische Karte

978-3-14-100870-8 | Seite 52 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2.250.000
Deutschland | Physische Karte | Deutschland - Physische Karte | Karte 52/1

Überblick

Deutschland lässt sich in Hinblick auf die Großlandschaften wie folgt gliedern (von Norden nach Süden):

• das Norddeutsche Tiefland, das zu großen Teilen während der letzten Eiszeiten glazial bzw. periglazial geprägt wurde (s. 61.2), einschließlich der Küsten und der vorgelagerten Inseln,

• die Mittelgebirgsschwelle einschließlich der eingelagerten Senken, Gräben bzw. Becken und der großen Schichtstufenlandschaften (s. 61.3),

• das Alpenvorland und

• die Alpen als Hochgebirge (s. 61.4).

(Weitere Kommentare: s. Hinweise zu den physischen Karten des nördlichen, mittleren und südlichen Teils Deutschlands.)

Die Karte zeigt auch die Nachbarländer Deutschlands: Polen, die Tschechische Republik, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, die Niederlande und Dänemark. Die längsten Grenzen hat Deutschland zu Österreich und der Tschechischen Republik, die kürzeste zu Dänemark. Häufig verlaufen die Grenzen entlang von Flüssen oder Gebirgskämmen.

Zum Staatsgebiet zählt neben dem Festland auch die 12-Seemeilen-Zone vor den Küsten an der Nordsee und der Ostsee, allerdings nicht die sogenannte Ausschließliche Wirtschaftszone in diesem Bereich (200-Seemeilen-Zone).

Deutschland wird von einer Südwest-Nordost-verlaufenden europäischen Hauptwasserscheide geteilt, die überwiegend entlang von Gebirgszügen verläuft. Große Teile Deutschlands entwässern über den Rhein, die Ems, die Weser und die Elbe sowie eine Reihe kleinerer Nebenflüsse zur Nordsee oder über die Trave, die Warnow, die Peene und vor allem die Oder zur Ostsee. Teile Süddeutschlands entwässern über die Donau zum Schwarzen Meer im Südosten Europas. Nur der Main-Donau-Kanal verbindet die Flusssysteme dieser Großräume.

In Süddeutschland und entlang des Rheins gibt es zwar einige Siedlungen mit sehr langer Geschichte seit der Römerzeit (zum Beispiel Regensburg, Trier, Köln). Städte und Dörfer wurden in Mitteleuropa aber vor allem während des Mittelalters gegründet. Häufig wurden dafür Orte mit besonderen Merkmalen ausgewählt, zum Beispiel:

• Lage an natürlichen Häfen oder Flüssen,

• Lage an Kreuzungen von Handelswegen,

• topographisch markante Punkte wie Übergang eines Tals in eine Ebene oder Insel in einem Fluss,

• Nähe zu Rohstoffvorkommen,

• Nachbarschaft zu Burgen oder Klöstern.

Dies spiegelt sich vielerorts auch im heutigen Siedlungsbild wider.

In der Folgezeit gingen Stadtgründungs- und Entwicklungsimpulse von absolutistischen Herrschern (z. B. Karlsruhe), von der Industrialisierung (z. B. Ruhrgebiet) und von politischen Zäsuren wie den Weltkriegen, der Teilung Deutschlands und der Wiedervereinigung aus.

Besonders auffällig sind heute Siedlungskonzentrationen wie das Ruhrgebiet, das Rhein-Main-Gebiet und das Rhein-Neckar-Gebiet, die sich im Zuge der Industrialisierung teilweise zu weitgehend geschlossenen Siedlungsräumen entwickelt haben, die vier deutschen Millionenstädte Berlin, Hamburg, Köln und München sowie einige Doppelstädte (zum Beispiel Wiesbaden und Mainz, Mannheim und Ludwigshafen, Fürth und Nürnberg).

Die größte Vielfalt an Verkehrsträgern, die meisten Einzel-standorte (wie Flughäfen) und die größte Netzdichte sind entlang der Rheinschiene zu beobachten, die Teil des dicht besiedelten wirtschaftlichen Kernraums der EU ist. Sie bildet das Rückgrat des deutschen Verkehrssystems. Daran schließen sich Hauptachsen in Richtung Bremen - Hamburg, Hannover - Berlin und Stuttgart - München an. In peripheren Regionen ist der Verkehr meist auf wenige Standorte und Trassen beschränkt, das Netz ist dort weitmaschig (zum Beispiel in Ostbrandenburg und Vorpommern).

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