Deutschland - Physische Übersicht

Physische Übersicht

978-3-14-100850-0 | Seite 22 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2.250.000
Deutschland | Physische Übersicht | Physische Übersicht | Karte 22/1

Die doppelseitige Karte führt in die Zeichensprache der physischen Karten ein und bietet Erinnerungshilfen an Basistechniken des Kartenlesens. Die Übersicht über die Signaturen ist eine Art Generallegende für die Mehrzahl der physischen Karten des Atlas. Nur die Übersichtskarten und die physische Weltkarte erfordern im Interesse einer klaren Darstellung der physischen Grundlagen einen modifizierten Signaturenapparat (zum Beispiel bei den Siedlungen und Grenzen). Die einheitliche Zeichensprache in Karten verschiedenen Maßstabs erleichtert den Schülerinnen und Schülern im geographischen Anfangsunterricht die Gewöhnung an das spezifische Bild der physischen Atlaskarte des DIERCKE Weltatlas 2 und ermöglicht eine regional breit gestreute Kartenarbeit von Anfang an. Hier dargestellt ist Deutschland im Maßstab 1 : 2 250 000.

Merkmale physischer Karten im DIERCKE Weltatlas 2

Physische Karten nehmen einen bedeutenden Teil der Kartenfläche des Atlas ein. Damit zeigt dieser klassische Atlaskartentyp seine Funktion als Vermittler weltweiter geographischer Basisinformationen. Das Kartenbild wirkt ruhig und klar; Kartenrand, Maßstabs- und Legendenapparat sind übersichtlich und für Schülerinnen und Schüler leicht erfassbar. Eine klare und einprägsame Darstellung von Relief und Gewässernetz mit ansprechender, ausgewogener Farbgebung macht die Karten zu einem für alle Stufen geeigneten Arbeitsmittel.

Die physischen Karten bieten ausgewählte Grundinformationen zur Verteilung von Land und Meer, zu Höhenlage und Relief, zur Bodenbedeckung (zum Beispiel Moor), zu Grenzen, zur Bevölkerungsverteilung, zur zentralörtlichen Hierarchie, zur Wasserwirtschaft (Stauseen), zu Verkehrswegen und Verkehrseinrichtungen (Flughäfen) und zum topographischen Namensgut. Die Geländehöhen werden mittels der aus den von Sydowschen Regionalfarben entwickelten Höhenstufenfarben sowie durch Höhenmarken und Höhenzahlen dargestellt, für die Geländeplastik wird Schummerung (in der Regel bei angenommenem Lichteinfall aus Nordwest) verwendet. Gewässertiefen werden durch Tiefenstufen in Blautönen und durch blaue Tiefenzahlen wiedergegeben. Die einzelnen Informationen sind so ausgewählt und mit Flächen-, Linien-, Kreis- und Punktsignaturen sowie verschiedenen Schriftarten so wiedergegeben und kombiniert, dass das grundrissliche Basisgefüge klar hervortritt und die einzelnen Elemente der gleichen Informationsebene leicht als zusammengehörig erkannt werden.

Die gewählten Kartenprojektionen bieten größtmögliche Formtreue im Bereich der Planisphärenkarten, bei den Übersichtskarten und weitestgehende Abstandstreue bei den Karten größerer Maßstäbe. Damit ist das Problem des angemessenen Umgangs mit dem Maßstab angesprochen. Die Projektionen der meist kleinmaßstäbigen Karten gestatten nur bedingt ein genaues Messen von Distanzen und Flächen.

Die physische Karte ist eine stark abstrahierende Darstellungsform. Sie bildet die Realität in subjektiver Filterung ab. Aus der Fülle der Objekte im Raum wird nach Inhalt und Menge eine Auswahl wiedergegeben, die wiederum nach subjektiven, dem Kartenbenutzer nicht erkennbaren Kriterien gewichtet wird. Dies zeigt sich in der Wahl und Anordnung der Symbole, der Hervorhebungen durch Farbe, Strichstärke, Schrifttyp, und dem Wegfall oder Aufnahme von Inhalten nach dem Hauptkriterium der Lesbarkeit der Karte, auch wenn dadurch die Realität nicht adäquat abgebildet wird.

P. Hartig

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