Der Koreakrieg (1950–1953) – ein Stellvertreterkrieg - 15.9.–24.11.1950

Geschichte - Der Kalte Krieg

978-3-14-100382-6 | Seite 219 | Abb. 2
 | Der Koreakrieg (1950–1953) – ein Stellvertreterkrieg | Geschichte - Der Kalte Krieg | Karte 219/2

Überblick

Am 25.6.1950 überschritten nordkoreanische Truppen die Grenze und drangen nach Süden in Richtung der Hauptstadt Seoul vor. Wenige Stunden später verbreitete der nordkoreanische Rundfunk eine Kriegserklärung an Südkorea. Die Nordkoreaner waren den Südkoreanern deutlich überlegen, da sie sowjetische Militärausrüstung besaßen, die Südkoreaner hingegen nur leicht bewaffnet und auch zahlenmäßig unterlegen waren. Am 28. Juni nahmen die Nordkoreaner Seoul fast kampflos ein und setzten ihren Vorstoß nach Süden fort. Gegen diesen Angriff leisteten amerikanische Streitkräfte, später verstärkt durch UN-Truppen, den südkoreanischen Truppen die erbetene Hilfe. Damit entwickelte sich der nationale zum internationalen Krieg. Mit dem Eingreifen der USA und später Chinas wurde er ein Stellvertreterkrieg. Die UN-Truppen wurden von den nordkoreanischen Truppen zunächst bis auf ein kleines Gebiet ganz im Süden zurückgedrängt. In einer Gegenoffensive stießen sie jedoch weit in den Norden vor, bis zur chinesischen Grenze. Ende Oktober 1950 griffen 200 000 chinesische „Freiwillige“ auf Seiten Nordkoreas in das Kampfgeschehen ein und warfen die UN-Truppen zurück, bis sich die Front ungefähr in der Mitte der Koreanischen Halbinsel stabilisierte. Dort führten die Kriegsparteien einen verlustreichen Stellungskrieg.