Cambridge - Hightech-Unternehmen

Britische Inseln - physisch

978-3-14-100700-8 | Seite 111 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 50.000
Cambridge | Hightech-Unternehmen | Britische Inseln - physisch | Karte 111/3

Informationen

Die Karte zeigt die Verteilung von Hightechunternehmen in der englischen Universitätsstadt Cambridge. Die nordöstlich von London gelegene Stadt bildet den Mittelpunkt des "Cambridge Cluster", einer Ansammlung von über 800 Hightech- und hightechorientierten Unternehmen in der Region.

Von der Universitäts- zur Hightechstadt
Im Vergleich zu anderen englischen Regionen gab es in der Region Cambridge bis in die 1970er-Jahre keine nennenswerte Anzahl von Industrie- oder Technologieunternehmen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und ihres Umlands hatte einen geringen Stellenwert.
Erst die Bereitstellung von Gewerbefläche und Kapital für Hightechunternehmen ermöglichten die Entwicklung eines Clusters. Der erste Gewerbegebiet, der "Cambridge Science Park" wurde 1970 durch das Trinity College im Norden der Stadt gegründet. 1987 wurde das "St. John's Innovations Centre" fertig gestellt, welches kleineren Unternehmen flexiblen Raum anbietet.
In der Folge kam es zur Gründung zahlreicher weiterer Technologiezentren und -parks. Meist wurden dazu Flächen genutzt, die sich schon seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Universität befanden, die aber erst durch eine Lockerung der Planungsbestimmungen in den 1970er-Jahren einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden konnten.
Das ungewöhnlich hohe Niveau sowohl der Forschung als auch der Unternehmensgründungen lockte Investoren an, welche die häufig kapitalintensiven Geschäftsmodelle mitfinanzierten. Die Verfügbarkeit von Kapital entwickelte sich zum zweiten entscheidenden Wachstumsfaktor. Im Jahr 2004 floss fast zehn Prozent des in Europa investierten Wagniskapitals ("Venture Capital") in die Unternehmen des "Cambridge Clusters".

Die heutige Struktur von Cambridge
In Cambridge leben heute 91 000 Menschen, von denen 20 000 als Studenten in der Universität eingeschrieben sind. Weitere 10 000 Menschen werden direkt von der Universität oder von einer ihrer Einrichtungen beschäftigt. Durch den Hightechboom der letzten Jahre haben sich inzwischen mehr als 500 Unternehmen angesiedelt. Die meisten von ihnen liegen heute im Norden im "Cambridge Science Park" und den daran angrenzenden Technologiezentren und kleineren Technologieparks wie dem "St. John's Innovations Centre" oder dem "Cambridge Business Park".
Im Rahmen kleinerer, örtlich begrenzter Entwicklungsmaßnahmen wurden größere Gebäudekomplexe zur Ansiedlung von Unternehmen errichtet; darunter St. Andrew?s House im südlichen Chesterton, weitere Komplexe befinden sich an der East Road und im Gebiet um den Hauptbahnhof. Mittlerweile verfügt die Region über die meisten Technologieparks und -zentren in Großbritannien.
Alleine im "Cambridge Science Park" sind über 90 Unternehmen ansässig, die über 5000 Arbeitnehmer beschäftigen. Neben zahlreichen kleineren Unternehmen haben sich dort auch Abteilungen internationaler Großunternehmen angesiedelt, beispielsweise Amgen, Bayer, Kodak und Qualcomm.
Einige der in Cambridge ansässigen Firmen haben sich bereits — wie etwa ARM und Cambridge Silicon Radio — zu internationalen Unternehmen entwickelt, andere wie XAAR und Plastic Logic sind auf dem besten Weg dorthin; Plastic Logic investierte 2007 aufgrund der einfachen Planungsbedingungen 75 Mio. Euro in eine Produktionsstätte in Dresden.
M. Holi

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Wachstumszentren (regionale Cluster) in Europa

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