Brixen

Vom großen zum kleinen Maßstab – Brixen

978-3-14-100782-4 | Seite 11 | Abb. 4
Brixen |  | Vom großen zum kleinen Maßstab – Brixen | Karte 11/4

Informationen

Drei Karten von Brixen und seiner Umgebung zeigen anhand der Maßstäbe 1 : 25 000 (11.4), 1 : 100 000 (11.5) und 1 : 250 000 (11.6) wie sich bei der Verkleinerung des Maßstabs die darzustellenden Einzelheiten ändern müssen. Bei einer solchen Generalisierung muss der Kartograph die Auswahl treffen, welche Aussagen für die Karte relevant sind und worauf er die Darstellung beschränkt.

Beim Maßstab 1 : 25 000 entspricht 1 cm auf der Karte 250 m in der Natur, sodass Brixen mit Details seiner funktionalen Struktur gezeigt werden kann. Mit rund 21 000 Einwohnern ist Brixen nach Bozen und Meran die drittgrößte Stadt Südtirols. Als Sitz der Bezirksgemeinschaft Eisacktal erfüllt sie trotz ihrer geringen Größe hochrangige zentralörtliche Funktionen, verzeichnet sind u. a. das Rathaus, ein Krankenhaus und die Außenstelle der Freien Universität Bozen. In der Hofburg befindet sich das Diözesanmuseum, unmittelbar nordwestlich liegt das Kultur- und Kongresszentrum „Forum Brixen“. Zur Sportzone im Süden gehört u. a. ein Eisstadion. 2002 wurde das Wellnessbad Acquarena eröffnet. Mit dem Südtiroler Kinderdorf und dem Sozialzentrum Seeburg ist Brixen auch Sitz sozialer Einrichtungen.
Industrie- und Gewerbebetriebe konzentrieren sich am südlichen Stadtende und am Ufer der Rienz kurz vor deren Mündung in den Eisack. Über die Bahnstrecke sowie die Brenner-Autobahn A22 und die auf dem Stadtgebiet zu großen Teilen im Tunnel verlaufende Brenner-Staatsstraße SS12 hat Brixen eine herausragende Verkehrsanbindung, die von Verona über den Brennerpass und Innsbruck bis nach München reicht.
Die Höhenlinien zeigen die Tallage von Brixen, dessen Zentrum auf einer Höhe von 559 m ü. N.N. liegt: Im Westen geht es steil von 600 m auf 1100 m nach oben, im Osten ist bei einem geringeren Gefälle eine Höhe von 1200 m eingetragen.

Dietmar Falk