Brenner-Basistunnel - geologisches Profil

Alpenraum – Verkehr

978-3-14-100782-4 | Seite 41 | Abb. 6
Brenner-Basistunnel | geologisches Profil | Alpenraum – Verkehr | Karte 41/6

Informationen

Im geologischen Profil werden große geologische Strukturen verdeutlicht, v. a. Tiefengesteine wie Granite und Tonalite. Die Periadriatische Naht ist eine Störungszone zwischen der europäischen und adriatischen Mikroplatte, die südlich des Tauernfensters besonders deutlich wird. Der zwischen den Stubaier Alpen und den Zillertaler bzw. Tuxer Alpen gelegene Tunnelbau gestaltet sich mit Gesteinen aus dem Tauernfenster als besondere Herausforderung. Komplexe Mess- und Erkundungsverfahren informieren über Details zu geologischen, hydrologischen und geotektonischen Gegebenheiten.
Der Scheitelpunkt des Passes nimmt eine Höhe von 1370 m und wird in der Tunnelstrecke annähernd auf 790 m halbiert. Dieser Tunnelscheitelpunkt wurde vertraglich in Grenznähe festgelegt, sodass beide Staaten die eigenen Abflussmengen zu bewältigen haben. Die am Brenner verlaufende Wasserscheide zwischen Sill und Eisack trennt das Einzugsgebiet von Inn und Donau nach Norden und von Etsch und Po im Süden.

Sylvia Jakuscheit