Braunschweig

Stadt Braunschweig

978-3-14-100754-1 | Seite 7 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 20.000
Braunschweig |  | Stadt Braunschweig | Karte 7/1

Informationen

Die Stadt an der Oker geht auf einen Stapel- und Umschlagplatz im Schnittpunkt alter Handelsstraßen zurück. Sie entwickelte sich aus den fünf Weichbilden Altewiek, Altstadt, Hagen, Neustadt und Sack, die unabhängig voneinander gegründet wurden und im Laufe der Zeit zusammenwuchsen. Urkundlich erwähnt wird "Brunesguik" zum ersten Mal 1031 in der Weiheurkunde der St. Magnikirche. Welfenherzog Heinrich der Löwe machte sie zu seiner Residenzstadt und leitete damit die Entwicklung zur mittelalterlichen Großstadt ein. Nach 1430 unabhängig, kam die Hansestadt 1671 wieder unter Fürstengewalt und wurde 1753—1918 Residenzstadt des Fürstentums Braunschweig-Lüneburg. Im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe stark zerstört, endete 1946 Braunschweigs Rolle als Landeshauptstadt des Freistaates Braunschweig. Bis 1990 litt die kreisfreie Stadt im Bundesland Niedersachsen unter ihrer Randlage — Braunschweig lag nur wenige Kilometer von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entfernt. Seit der Wiedervereinigung wieder in eine zentrale geographische Lage gerückt, ist die Universitätsstadt mit ihren 245 000 Einwohnern Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Die wirtschaftlichen Schwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Automobilindustrie, Maschinen- und Musikinstrumentebau, Biotechnologie und Verlagswesen.

Zentrum der Welfenstadt
Zur Braunschweiger Innenstadt gehören neben der historischen Altstadt mit den fünf "Traditionsinseln" auch die gründerzeitlichen Stadterweiterungen innerhalb des Wilhelminischen Rings. Herzstück ist der im 12. Jahrhundert von Heinrich dem Löwen angelegte Burgplatz mit der Burg Dankwarderode, dem Dom St. Blasii, mittelalterlichen Fachwerkhäusern und dem klassizistischen Vieweghaus, heute Hauptsitz des Landesmuseums. Der Burglöwen in der Mitte des Platzes, einst Hoheitssymbol des Herzogtums und heute noch Wappentier der Stadt, ist eine Kopie. Das Original der bedeutenden romanischen Bronzeplastik wird im Burgmuseum aufbewahrt.
Das Gegenstück zum herzoglichen Bereich und Zentrum der alten Handelsstadt war der Altstadtmarkt mit der als Pfeilerbasilika erbauten St. Martinikirche, dem arkadengeschmückten gotischen Rathaus und dem Gewandhaus mit seiner Renaissancefassade.
Einen Brückenschlag zwischen Alt und Neu bilden die 2007 eröffneten Schloss-Arkaden im ehemaligen Schlossgarten: Hinter der rekonstruierten Fassade des Stadtschlosses, das nach Kriegsbeschädigungen 1960 abgerissen worden war, haben ein modernes Einkaufszentrum und verschiedene Kultureinrichtungen ihr Domizil gefunden. Auch das Gebäude des alten Bahnhofs, wie das Schloss nach Plänen von Carl Theodor Ottmer im klassizistischen Stil errichtet, wurde im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen. 1960 wurde der Kopfbahnhof durch einen neuen Durchgangsbahnhof am südlichen Rande der Innenstadt ersetzt. Nördlich der Wallanlagen mit den Umlaufgräben, die den Verlauf der barocken Bastionsbefestigung noch erkennen lassen, liegt die aus dem 1745 gegründeten "Collegium Carolineum" hervorgegangene Technische Universität.
U. Kleinelümern

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