Brandenburg und Berlin - Konventionelle und ökologische Landwirtschaft

Brandenburg und Berlin - Landwirtschaft und Klima

978-3-14-100380-2 | Seite 19 | Abb. 2
Brandenburg und Berlin | Konventionelle und ökologische Landwirtschaft | Brandenburg und Berlin - Landwirtschaft und Klima | Karte 19/2

Überblick

Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2016 in 519 Betrieben 803 000 Schweine und in 2375 Betrieben 531 500 Rinder gehalten, darunter 160 000 Milchkühe. Das entspricht 2,9 Prozent des bundesweiten Schweine- und 4,3 Prozent des Rinderbestandes. Zwischen 1989 und 2013 verzeichnete Brandenburg in der Schweinehaltung einen Rückgang um 73 Prozent und in der Rinderhaltung um 55 Prozent. Auch bei anderen Tierarten, außer Geflügel, sind die Bestandszahlen erheblich gesunken. Die Tierbestände in Brandenburg sind im Bundesvergleich relativ gering. Die Tierhaltung wird mit einer wesentlich geringeren Intensität je Flächeneinheit betrieben als in vielen anderen Bundesländern. Regionale Schwerpunkte der Rinderhaltung sind der Norden (v. a. der Landkreis Prignitz) sowie der Südwesten Brandenburgs. Ökologische Haltungsformen sind noch wenig verbreitet. Bei der Schweinehaltung dominiert der Südwesten sowie Märkisch-Oderland, ökologische Haltungsformen gibt es kaum.

Ökologische Landwirtschaft

Im Jahr 2016 wirtschafteten in Brandenburg 666 Betriebe (= 12,5 % aller Betriebe) nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag bei 207 ha, also etwas geringer als die der konventionell arbeitenden Betriebe (247 ha). Mit 137 600 ha bewirtschafteten sie 10,5 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. 72 % der Brandenburger Öko-Betriebe hielten auch Tiere. In diesen standen 57 600 Rinder, 14 000 Schafe, 8400 Schweine sowie 411 800 Hühner. Somit wurden fast 11 % der Rinder, 17 % der Schafe, 1 % der Schweine und 5 % der Hühner in Brandenburg ökologisch gehalten. Bezüglich der Anteile der ökologisch ausgerichteten Betriebe gibt es regionale Unterschiede. So beträgt der Anteil im Landkreis Prignitz fast ein Viertel (jedoch bei einer insgesamt geringen Betriebszahl), während er im Landkreis Elbe-Elster nur 5 Prozent beträgt.

Differenzierende Karte

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