Bodetal - Wandergebiet

Tourismus

978-3-14-100761-9 | Seite 12 | Abb. 4 | Maßstab 1 : 50.000
Bodetal | Wandergebiet | Tourismus | Karte 12/4

Informationen

Der Nordrand des Harzes ist reich an Städten, die für Touristen interessant sind: Goslar mit seiner romanischen Kaiserpfalz, das Soleheilbad Bad Harzburg und Wernigerode als Ausgangspunkt einer Fahrt auf den Brocken sind nur drei Beispiele. Das kleinere Thale punktet mit seiner besonderen Lage am Austritt des Flüsschens Bode aus dem Mittelgebirge.

Das Bodetal
Die Bode entspringt im Hochharz und mündet nach 169 km in die Saale. Besonders spektakulär verläuft sie auf den 10 km zwischen Treseburg und Thale. Dort hat sie sich in einer Schlucht bis zu 280 m tief in den Granit eingeschnitten. Das Naturschauspiel lockt im Jahr Hunderttausende Besucher an und beschert den Tourismusbetrieben sichere Einnahmen.
Dem in den letzten Jahren ausufernden Aktivtourismus setzen die Enge des Tals und seine sensible Flora und Fauna Grenzen. Dort können nur Wanderer unterwegs sein, Radfahren ist ebenso untersagt wie das Befahren des Flusses. Als Alternative zum Weg am Talgrund bietet sich der Höhenweg, der vom Hexentanzplatz nach Treseburg führt.
Von den besonders interessanten Punkten der Wanderroute sind einige in der Karte verzeichnet: Der Bodekessel ist ein Strudeltopf, der durch einen ehemaligen Wasserfall entstanden ist. Als Langer Hals wird der Berg an einer besonders deutlich ausgeprägten Flussschleife bezeichnet. Die flussaufwärts liegenden Gewitterklippen bestehen aus Kalksilikathornfels und Diabas.
Die einmalige Natur wurde ab dem Ende des 18. Jahrhunderts öffentlich bekannt, als im Zuge der Romantik auch der Mittelrhein "entdeckt" wurde. Zu den damaligen Besuchern gehörten Johann Wolfgang von Goethe (1784), Alexander von Humboldt (1790) und Joseph von Eichendorff (1805). Seit 1937 existiert ein heute rund 4,7 km² großes Naturschutzgebiet.

Thale
Die rund 15 000 Einwohner zählende Stadt Thale hat sich voll und ganz auf den Tourismus eingestellt. An ihrer Südwestgrenze liegen die beiden Felsen Rosstrappe (403m) und Hexentanzplatz (451 m), von denen der eine per Sessellift, der andere per Kabinenbahn erreicht werden kann. Auf der Höhe des Hexentanzplatzes angekommen, locken ein Tierpark und der "Harzbob", eine 1 km lange Allwetterrodelbahn, zu weiteren Vergnügungen. Auf der anderen Seite der Bode wurde der Rosstrappen-Downhill eingerichtet, eine Strecke für Mountainbike-Fahrer. Für Wanderfreunde spannt sich ein Wegenetz von über 120 km Länge über die Region.
Thale ist besonders auf Familien eingestellt, die bei schlechtem Wetter auch den Indoor-Spielplatz Bau-Spiel-Haus frequentieren können. Darüber hinaus bietet Thale klassische Besuchsziele wie das Hüttenmuseum, das Harzer Bergtheater und das Kloster Wendhusen. Außerdem ist Thales Lage optimal für Tagesausflüge in die benachbarten Städte Quedlinburg und Wernigerode.
D. Falk

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