Bevölkerungsgruppen

USA - Geschichte und Gegenwart

978-3-14-100770-1 | Seite 204 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 36.000.000
Bevölkerungsgruppen |  | USA - Geschichte und Gegenwart | Karte 204/3

Informationen

Die USA haben heute rund 300 Mio. Einwohner. Fast zwei Drittel zählen zu den Weißen, den Nachfahren der aus Europa eingewanderten Siedler. Die Afro-Amerikaner, Nachkommen afrikanischer Sklaven, stellen etwa 12 % der Bevölkerung. Rund 16 % sind aus Lateinamerika stammende Hispanics, etwa 4 % kommen aus dem asiatischen Raum. Die Nachfahren der indianischen Ureinwohner stellen weniger als 1 % der Bevölkerung.

Regionale Verteilung
Der Anteil der Afro-Amerikaner ist vor allem in der südöstlichen Landeshälfte hoch, mit klaren Schwerpunkten in den ehemals konföderierten Staaten wie Mississippi, Georgia und South Carolina. Lebten bis 1950 rund zwei Drittel aller Schwarzen in den Südstaaten, so hat sich ihr Anteil in den anderen Landesteilen seitdem kontinuierlich vergrößert.
Die spanisch sprechenden Hispanics leben überwiegend in den Staaten des amerikanischen Südens, insbesondere in den an Mexiko angrenzenden Staaten Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Größere hispanische Bevölkerungsanteile gibt es ansonsten nur in New York, New Jersey und Florida. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung steigt seit einigen Jahren — durch legale und illegale Einwanderung. Ein politisches Dauerthema in den USA ist daher die Grenzsicherung gegenüber Mexiko.
Am weitflächigsten verteilt über ganz Nordamerika ist die eher kleine Minderheit asiatischer Herkunft. Größere Bevölkerungsanteile stellen sie in den Bundesstaaten Kalifornien, Washington, New York und New Jersey. Der Zuzug asiatischer Einwanderer setzte vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg ein.
Der Anteil der Indianer ist in den letzten Jahrzehnten erstmals wieder gestiegen. Die meisten Stämme haben ihre ursprüngliche Stammeskultur weitestgehend eingebüßt, dennoch konnten sich die Bevölkerungszahlen in den Reservaten zuletzt stabilisieren. Lebten 1960 nur noch rund 500 000 Indianer in Nordamerika, so waren es 1980 fast schon wieder 1,5 Mio.

Siedlungsgeschichte
Die amerikanische Siedlungsgeschichte bestimmt die ethnische Gliederung des Landes bis heute. So liegen etwa alle heutigen Indianerreservate in Staaten, die der Union erst relativ spät beigetreten sind. Abgesehen von Alaska, wo die indigene Bevölkerung mit einem Anteil von über 15 % der Gesamtbevölkerung mit Abstand am stärksten vertreten ist, finden sich größere indianische Bevölkerungsanteile nur in New Mexico, South Dakota, Montana und Arizona. In den ursprünglichen Siedlungsgebieten der Europäer an der Ostküste ist die indianische Bevölkerung fast vollständig verschwunden.
In den nördlich gelegenen Gründerstaaten, in denen die Sklaverei keine große Bedeutung hatte, stellen die Nachfahren europäischer Siedler bis heute starke Mehrheiten, etwa in Vermont, Maine und New Hampshire. Große afroamerikanische Minderheiten finden sich besonders im Süden, während ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in den nördlichen Staaten des Mittelwestens verschwindend gering ist.
K. Lückemeier, H. D. Laux, G. Thieme

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