Bevölkerungsdichte

Bevölkerungsdichte

978-3-14-100756-5 | Seite 10 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2.000.000
Bevölkerungsdichte |  | Bevölkerungsdichte | Karte 10/1

Informationen

Mit 21 115 km² nimmt Hessen knapp 6 % der Fläche Deutschlands ein und steht damit bei den 16 Bundesländern an siebter Stelle. Auf dieser Fläche lebten 2007 rund 6,1 Mio. Menschen. In den drei vergleichbar großen Bundesländern fanden sich jeweils deutlich weniger Menschen: Mecklenburg-Vorpommern (23 182 km²/1,7 Mio.), Sachsen-Anhalt (20 446 km²/2,4 Mio.) und Rheinland-Pfalz (19 853 km²/4 Mio.).
Bei der Bevölkerungsdichte liegen in Deutschland naturgemäß die Stadtstaaten vorne: 2007 befand sich Berlin mit 3834 Einwohnern je km² an erster Stelle. Auf den beiden nächsten Rängen folgten Hamburg (2345 Ew./km²) und Bremen (1640 Ew./km²). Mit 288 Einwohnern je km² lag Hessen bei den Flächenländern nach Nordrhein-Westfalen (528 Ew./km²), dem Saarland (404 Ew./km²) und Baden-Württemberg (301 Ew./km²) an vierter Stelle. Das Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern (72 Ew./km²), der bundesweite Durchschnitt betrug 230 Einwohnern je km².

Bevölkerungsdichte nach Regionen
Hessens Karte der Bevölkerungsverteilung und -dichte zeigt eine deutliche Zweiteilung des Bundeslandes: Fast drei Fünftel der Menschen leben im Süden; im Norden und in Mittelhessen leben jeweils ein Fünftel. Allein die fünf kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt und Kassel vereinen 25 % der Hessen auf sich. Außer Kassel bilden diese Städte den Rhein-Main-Raum, der das unangefochtene Bevölkerungs- und Wirtschaftszentrum des Bundeslandes ist. Im Maßstab der europäischen Raumentwicklung hat Hessen mit Frankfurt/Rhein-Main mit seinen rund 5,5 Mio. Menschen die nach dem Ruhrgebiet und Berlin/Brandenburg die drittbevölkerungsreichste Metropolregion Deutschlands.
Spitzenreiter bei der Bevölkerungsdichte sind Frankfurt am Main und Offenbach mit Werten, die in der Karte mit über 2000 Einwohnern je km² eingetragen sind, in Wirklichkeit sogar über 2600 Einwohner je km² betragen. Deutlich darunter liegen Kassel (1812 Ew./km²), Wiesbaden (1351 Ew./km²) und Darmstadt (1156 Ew./km²).
Die Bevölkerungsdichte der Gemeinden orientiert sich an deren Nähe zu den Verdichtungsräumen. So erreicht Steinbach (Taunus) nordwestlich von Frankfurt am Main den Spitzenwert von über 2200 Einwohnern je km², dagegen finden sich in Hesseneck im äußersten Süden des Bundeslandes nur 23 Einwohner je km².
In Mittelhessen fallen auf der Karte die vier Städte auf, in denen jeweils 50 000—100 000 Menschen wohnen. Von ihnen hat Gießen mit knapp über 1000 Einwohnern je km² die größte Bevölkerungsdichte. Wetzlar, Marburg und Fulda haben mit Werten zwischen 600 und 700 Einwohnern je km² jeweils vergleichbare Dichten.
Als dünn besiedelte Inseln stechen die strukturschwachen und relativ unzugänglichen Mittelgebirge hervor: der Taunus im Nordwesten von Wiesbaden, der Vogelsberg westlich von Fulda sowie Knüll und Kellerwald im Süden von Kassel.
D. Falk

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