Bevölkerungsdichte

Bevölkerung

978-3-14-100753-4 | Seite 8 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.750.000
Bevölkerungsdichte |  | Bevölkerung | Karte 8/1

Informationen

Schleswig-Holstein ist nach den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie dem Saarland das kleinste deutsche Bundesland. Auf 15 799 km² Fläche lebten 2007 rund 2,8 Mio. Menschen, statistisch gesehen bedeutet das 180 Einwohner pro km². Damit lieg die Bevölkerungsdichte in Schleswig-Holstein unter dem Bundesdurchschnitt von 230 Einwohnern pro km². Innerhalb des Bundeslandes zeigt sich eine ungleichmäßige Bevölkerungsverteilung. Neben den kreisfreien Ostseestädten Kiel (237 000 Ew.), Lübeck (212 000 Ew.) und Flensburg (88 000 Ew.) bilden das Umland von Hamburg mit den Kreisen Pinneberg und Stormarn sowie die Verdichtungszentren von Neumünster, Rendsburg, Itzehoe, Husum und Heide regionale Schwerpunkte. Pinneberg ist der kleinste und gleichzeitig bevölkerungsdichteste Kreis (454 Ew./km²), Nordfriesland (81 Ew./km²), Schleswig-Flensburg (96 Ew./km²) und Dithmarschen (97 Ew./km²) sind dagegen sehr dünn besiedelt.

Bevölkerungsentwicklung
Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galt Schleswig-Holstein als klassisches Agrarland. Einzige Großstädte waren und sind Kiel (seit 1900) und Lübeck (seit 1911). Die Einwohnerzahl lag zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bei 1,6 Mio., stieg jedoch durch über eine Million Flüchtlinge und Vertriebene bis 1946 auf 2,7 Mio. an. Aufgrund staatlicher Umsiedlungsprogramme verließen bis Mitte der 1950er-Jahre rund 400 000 Menschen das nördlichste Bundesland. Seither ist der Bevölkerungsbestand gestiegen, wobei die Zuwächse durch steigende Geburtendefizite bei nur leichten Wanderungsgewinnen seit Anfang des Jahrtausends deutlich geringer ausfielen als in den davor liegenden Jahrzehnten. Nach aktuellen Vorausberechnungen wird der Bevölkerungszuwachs vermutlich ab 2011 gestoppt und die Einwohnerzahl sowie die Bevölkerungsdichte werden insgesamt langsam zurückgehen. Ein Ausnahme werden nur die an Hamburg grenzenden Kreise bilden.

Metropolregion Hamburg
Hamburg ist mit knapp 1,8 Mio. Einwohner und 755 km² Fläche nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. In den letzten Jahren ist die Bevölkerungszahl der Kernstadt aufgrund von Zuwanderung, die die Verluste an das Umland mehr als kompensiert hat, ständig gewachsen. Die Hansestadt ist Kern einer Metropolregion, zu der ursprünglich die schleswig-holsteinischen Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie die niedersächsischen Kreise Stade, Rotenburg, Harburg und Lüneburg südlich der Elbe gehörten. 1996 wurde die Region nördlich der Elbe um die Kreise Steinburg und Dithmarschen sowie die Kreise Cuxhaven, Soltau-Fallingbostel, Uelzen und Lüchow-Dannenberg südlich der Elbe erweitert. Insgesamt ergibt das eine Fläche von 17 359 km² mit 4,3 Mio. Menschen. Die höchste Bevölkerungskonzentration (über 2340 Ew./km²) findet sich im Hamburger Stadtgebiet. Mit der Entfernung vom Zentrum nimmt die Einwohnerdichte kontinuierlich ab und erreicht in den sieben angrenzenden Kreisen und dem Kreis Steinburg 130—550 Einwohner pro km². In den sechs Randkreisen im Westen und Süden leben durchschnittlich weniger als 130 Einwohner pro km².
U. Kleinelümern

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