Bevölkerungsdichte 2005

Bevölkerungsdichte

978-3-14-100751-0 | Seite 11 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 3.000.000
Bevölkerungsdichte 2005 |  | Bevölkerungsdichte | Karte 11/2

Informationen

Mit knapp über 70 550 km² nimmt Bayern rund ein Fünftel der Fläche Deutschlands ein und steht damit bei den Bundesländern an erster Stelle. Auf dieser Fläche lebten 2007 rund 12,5 Mio. Menschen. Nur Nordrhein-Westfalen weist eine höhere Zahl auf, zusammen mit Baden-Württemberg stellen die drei Bundesländer etwas über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland.
Ganz anders stellen sich naturgemäß die Superlative der Bevölkerungsdichte dar: 2007 lag bei den Bundesländern Berlin mit 3834 Einwohnern je km² an erster Stelle. Auf den beiden nächsten Rängen folgten die Stadtstaaten Hamburg (2345 Ew./km²) und Bremen (1640 Ew./km²). Bayern lag dagegen mit 177 Einwohnern je km² in der Gruppe der Bundesländer mit den geringsten Bevölkerungsdichten. Das Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern (72 Ew./km²). Beide lagen damit unter dem Durchschnitt von Deutschland (230 Ew./km²).

Bevölkerungsdichte 1950
Vor dem Zweiten Weltkrieg war Bayern eine agrarisch geprägte Region mit einigen bedeutenden Großstädten. Im Krieg wurden u. a. München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg stark zerstört. Die Bevölkerungszahl war in der ohnehin dünn besiedelten Region zurückgegangen. Die Besatzungsmächte nahmen diesen Status zum Anlass, um zahlreiche Vertriebene aus Schlesien und dem Sudentenland im Südosten von Deutschland anzusiedeln. Dennoch zeigt die Karte von 1950 eine insgesamt geringe Bevölkerungsdichte: Die Volkszählung im selben Jahr hatte eine Bevölkerungszahl von knapp 9,2 Mio. festgestellt, was einen Durchschnittswert von 130 Einwohnern je km² ergab. Die geringsten Dichten von weniger als 50 Einwohnern je km² fanden sich in den Alpen, aber auch in der Fränkischen Alb nördlich von Ingolstadt und östlich von Nürnberg. Weite Teile Bayerns wiesen eine Dichte von 50—100 Einwohnern je km² auf. Die Großstädte fallen mit ihren Werten über 500 Einwohnern je km² auf — allen voran München, Nürnberg und Augsburg.

Bevölkerungsdichte 2008
In den letzten Jahrzehnten hat es in Bayern immer wieder Zuwanderungen gegeben, die meistens mit der wirtschaftlichen Anziehungskraft des Bundeslandes zusammenhingen. Die Anfänge der heute in Deutschland auffälligen Wirtschaftskraft gehen auf die Teilung Berlins und die Gründung der DDR zurück. Einige der profitabelsten Firmen verließen ihre traditionellen Standorte im Osten und siedelten sich in Bayern an. So gründete sich der ursprünglich in Zwickau ansässige Automobilhersteller Audi in Ingolstadt neu. Siemens wechselte von Berlin nach München und Erlangen, wo es sich zum Weltkonzern entwickelte.
Der wirtschaftliche Boom zog immer wieder Menschen an. Während 1991—2006 viele Bundesländer, vor allem im Osten, mit Abwanderungen zu kämpfen hatten, stieg Bayerns Bevölkerungszahl in diesem Zeitraum um über 7 %. Die Karte spiegelt diese Entwicklung wider: Im Vergleich zu 1950 haben sich die Großstädte weiter ausgebreitet. Im Maßstab der europäischen Raumentwicklung zählen München und Nürnberg (mit Fürth und Erlangen) zu den europäischen Metropolregionen.
Doch auch heute finden sich in Bayern noch extreme Unterschiede bei der Bevölkerungsdichte: In München lag der Wert 2007 bei 4225 Einwohnern je km² und war damit höher als der in Berlin. In Titting, einer Gemeinde südlich von Nürnberg, lebten dagegen nur 38 Menschen auf einem Quadratkilometer.
D. Falk

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