Bevölkerung

Bevölkerung

978-3-14-100762-6 | Seite 10 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Bevölkerung |  | Bevölkerung | Karte 10/1

Informationen

2008 hatte der Freistaat Thüringen 2 268 000 Einwohner. Größte Stadt war die Landeshauptstadt Erfurt mit 203 300 Einwohnern, gefolgt von Jena und Gera mit jeweils knapp über 100 000 Einwohnern. Weitere kreisfreie Städte waren Weimar (64 900 Einwohner), Eisenach (43 100 Einwohner) und Suhl (40 200 Einwohner). Über 20 000 Menschen lebten in Nordhausen, Leinefelde-Worbis, Sondershausen, Mühlhausen, Sömmerda, Apolda, Gotha, Altenburg, Arnstadt, Rudolstadt, Ilmenau, Saalfeld, Greiz, Suhl, Meiningen und Sonneberg.

Bevölkerungsdichte
Im Zentrum von Thüringen reihen sich auf einer West-Ost-Achse die Städte Gotha, Weimar, Jena und Gera nebeneinander, die alle eine Bevölkerungsdichte von jeweils über 600 Einwohnern pro km² aufweisen. Das Gebiet zählt zu dem sächsisch-thüringischen Verdichtungsraum, der in Form eines ungleichmäßigen Trapezes im Westen von Erfurt, im Norden von Halle, im Süden von Plauen und im Osten von Bautzen (außerhalb der Karte) begrenzt wird. Weitere Zentren mit hoher Bevölkerungsdichte sind Leinefelde-Worbis, Saalfeld, Pößneck, Weida und Altenburg (über 600 Ew./km²) sowie Städte wie Eisenach, Nordhausen, Suhl und Ilmenau (300?600 Ew./km²). Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 zeigt sich in Thüringen eine Suburbanisierung.
Geringe Bevölkerungsdichten von unter 25 Einwohnern pro km² treten in großen Teilen des von Landwirtschaft geprägten nördlichen Thüringer Beckens sowie im südöstlichen Thüringen auf. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte Thüringens lag 2008 bei 140 Einwohnern pro km².

Bevölkerungsentwicklung
Nach der Wiedervereinigung setzte in Thüringen sprunghaft eine starke Abwanderung in die alten Bundesländer ein. Zwischen 1990 und 2006 verringerte sich die Einwohnerzahl des Freistaates um 11,5 %. Alleine 1990 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Bevölkerungsrückgang um 72 600 Menschen. Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer belief sich der negative Wanderungssaldo noch auf rund 21 400 Einwohner (2008). Die Abwanderung verläuft sowohl alters- und geschlechtsspezifisch als auch räumlich sehr selektiv. Mit der Zeit wandern immer mehr jüngere Altersgruppen ab, wobei der Anteil der Frauen wesentlich höher als der der Männer ist. Entscheidend für die Abwanderung sind oftmals die Aussichten auf einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz. Die selektive Abwanderung hat die demographische Alterung in Thüringen beschleunigt. Stellten die 65-Jährigen und Älteren 1991 lediglich 14 % aller Einwohner, so waren es 2006 bereits 22 %. Besonders von der Abwanderung betroffen sind die ländlichen und strukturschwachen Regionen.
H. Kiegel

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