Bevölkerung

Bevölkerung

978-3-14-100759-6 | Seite 13 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Bevölkerung |  | Bevölkerung | Karte 13/1

Informationen

Die Karte stellt die Bevölkerungsdichte und die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern auf Kreisebene dar. Darüber hinaus zeigt sie das Ausmaß und die Richtung von Pendlerbewegungen sowie die Bevölkerungsentwicklung seit 1990.

Bevölkerungsdichte
Ende 2007 lebten 1 680 000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Die im Süden gelegenen Kreise gehören mit 40—50 Einwohnern pro km² zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Größte Stadt in dieser Region ist Neubrandenburg mit 66 700 Einwohnern, gefolgt von Neustrelitz mit 21 900 und Waren mit 21 300 Einwohnern.
An der Ostseeküste und in den westlichen Landkreisen erreicht die Bevölkerungsdichte einen Wert von 50—75 Einwohnern pro km², die Landkreise Bad Doberan und Rügen weisen im Durchschnitt 75—125 Einwohner pro km² auf. Die höchste Bevölkerungsdichte von über 1000 Einwohnern pro km² erzielen die Städte Rostock (200 400 Ew.), Greifswald, Stralsund und Wismar (jeweils 45 000—58 000 Ew.). In der Landeshauptstadt Schwerin leben bei einer Bevölkerungsdichte von 250—1000 Einwohnern pro km² insgesamt 96 000 Menschen.

Arbeitslosigkeit und Arbeitspendler
Die geringe Besiedlung geht mit einer starken Strukturschwäche und einer hohen Arbeitslosigkeit einher. Im Landkreis Demmin lag die Arbeitslosenquote zwischen 1998 und 2003 im Durchschnitt bei 26,0 %, in Uecker-Randow bei 24,7 %. Die geringste Arbeitslosigkeit wiesen die im Westen liegenden Landkreise Nordwestmecklenburg, Schwerin und Ludwigslust (14,3—16,7 %) auf.
Die hohe Arbeitslosigkeit führt zu starken Pendlerbewegungen von den ländlichen Gebieten in die Städte sowie von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein und Hamburg. Die gleichzeitig stattfindenden Pendlerbewegungen von den Städten in die umgebenden Landkreise haben wesentlich geringere Ausmaße. Neubrandenburg empfängt beispielsweise über 5000 Pendler aus Mecklenburg-Strelitz, 2000—5000 aus Demmin und jeweils 1000—2000 aus den Landkreisen Müritz und Uecker-Randow. Dagegen arbeiten lediglich 2000—5000 Bewohner Neubrandenburgs im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Aus allen westlich liegenden Landkreisen pendeln Arbeitnehmer nach Schleswig-Holstein, z. T. auch nach Hamburg. Dabei werden teils große Entfernungen in Kauf genommen, z. B. die rund 180 km zwischen Rostock und Hamburg. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands neu angelegte Verkehrsachsen wie die "Ostseeautobahn" A 20 erleichtern diesen Pendlerverkehr.

Bevölkerungsentwicklung
Nach der Wiedervereinigung setzte in Mecklenburg-Vorpommern sprunghaft eine starke Abwanderung ein. Zwischen 1990 und 2006 verringerte sich die Einwohnerzahl des Bundeslandes um 12,0 %. Rund 64 % der Migranten zogen in die alten Bundesländer, fast ein Viertel in die anderen neuen Länder, 12 % ins Ausland. Entscheidend für die Abwanderung sind oftmals die Aussichten auf einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz. Mit der Zeit wandern immer mehr jüngere Altersgruppen ab, wobei der Anteil der Frauen wesentlich höher als der der Männer ist. Die selektive Abwanderung hat die demographische Alterung in Mecklenburg-Vorpommern beschleunigt. Stellten die 65-Jährigen und Älteren 1991 lediglich 11 % aller Einwohner, so waren es 2006 bereits 21 %.
H. Kiegel

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