Bayern - Verwaltung

Verwaltung

978-3-14-100851-7 | Seite 21 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Bayern | Verwaltung | Verwaltung | Karte 21/1

Überblick

Bayerns aktuelle Verwaltungsgliederung geht auf das Jahr 1972 zurück, in dem die Menge der ursprünglichen Landkreise von 143 auf 71 reduziert wurde. Auch die Zahl der kreisfreien Städte verringerte sich. Waren es vor 1972 noch 48, so sind es heute nur noch 25.

Verwaltungsgliederung

Bayerns größte Verwaltungseinheiten sind die sieben Regierungsbezirke: Unterfranken mit dem Regierungssitz Würzburg, Oberfranken mit dem Regierungssitz Bayreuth, Mittelfranken mit dem Regierungssitz Ansbach, Oberpfalz mit dem Regierungssitz Regensburg, Niederbayern mit dem Regierungssitz Landshut, Schwaben mit dem Regierungssitz Augsburg und Oberbayern mit dem Regierungssitz in der Landeshauptstadt München. Die Namen der Regierungsbezirke gehen auf das Jahr 1838 zurück. Zuvor trugen die Regionen Bezeichnungen nach in ihnen fließenden Flüssen. Doch König Ludwig I. entschied sich für Namen, in denen sich Bayerns Geschichte widerspiegeln sollte. So entstanden Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken, weil sie zu weiten Teilen das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Franken abdecken. Schwaben liegt im Ostteil des alten Herzogtums Schwaben und der Name Niederbayern bezieht sich auf die erste bayerische Teilung im Jahr 1255.

Innerhalb der Regierungsbezirke fungieren die Landkreise und die kreisfreien Städte als untere Verwaltungsbehörden. Von den Kreisstädten erhielten 28 den besonderen Status einer Großen Kreisstadt, mit dem besondere Aufgaben verbunden sind. Die meisten von ihnen waren ehemals kreisfreie Städte, deren Verwaltungsapparate stärker ausgebaut waren als die der anderen Landkreisgemeinden. Zu den Behörden der Großen Kreisstädte zählt u. a. die untere Bauaufsichtsbehörde. Beispiele für Große Kreisstädte sind etwa Eichstätt in Oberbayern, Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken und Kitzingen in Unterfranken.

Die kreisfreien Städte haben höchst unterschiedliche Größen und Bedeutungen. Die unangefochtene Nummer Eins ist München, nach Berlin und Hamburg Deutschlands drittgrößte Stadt. Den gleichen Status in der Verwaltungshierarchie haben aber auch bedeutend kleinere Städte wie Memmingen, das mit seinen knapp über 40 000 Einwohnern selbst in seinem Regierungsbezirk Schwaben nur die fünftgrößte Stadt ist. Ein ähnlicher Fall ist Weiden im Regierungsbezirk Oberpfalz. Ganz anders ist dagegen Mittelfranken aufgestellt, in dem mit Erlangen, Fürth, Nürnberg und Schwabach gleich vier kreisfreie Städte aneinander grenzen. Dabei profitiert besonders das mit unter 40 000 Einwohnern kleine Schwabach von der Nachbarschaft in dem wirtschaftlich starken Ballungsraum, in dem rund 750 000 Menschen leben.

D. Falk

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