Bayern - Satellitenbild

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978-3-14-100851-7 | Seite 9 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 1.500.000
Bayern | Satellitenbild | Vom Bild zur Karte | Karte 9/3

Die Aufnahme zeigt die Bodenbedeckung Bayerns aus der Satellitenperspektive. Genauer handelt es sich bei der Darstellung um eine Satellitenbildkarte, in der das zugrunde liegende Satellitenbild mit Kartenelementen wie Kartenrahmen, Maßstabsangabe, Beschriftungen, Hervorhebungen und Legende kombiniert worden ist.

Waldflächen

Das Satellitenbild zeigt den Waldreichtum Bayerns. Mit rund 36 Prozent Waldanteil gehört das Land zu den waldreichsten Bundesländern (hinter Rheinland-Pfalz und Hessen, Saarland und Baden-Württemberg). Besonders waldreiche Gebiete befinden sich in den Mittelgebirgen des Bayerischen Waldes, des Spessart, dem Fichtelgebirge, der Fränkischen Alb und den Alpen.

Hochgebirge

Der äußerste Süden Bayerns gehört zu den Alpen. Im Westen liegen die Allgäuer Alpen, denen sich östlich die Bayerischen Alpen anschließen. Diese sind Teil der Nördlichen Kalkalpen und umfassen von Westen nach Osten das Wettersteingebirge mit der 2962 Meter hohen Zugspitze, Deutschlands höchster Gipfel, Karwendel, das Mangfallgebirge und die Chiemgauer Alpen. Die höher gelegenen Abschnitte des Hochgebirges sind auf dem Satellitenbild durch ihre Schneebedeckung erkennbar.

Siedlungsgebiete

Zu erkennen ist, dass die großen Siedlungsgebiete vor allem in den Tälern der großen Flüsse liegen. Am Ufer der Donau befinden sich die Städte Ingolstadt, Regensburg und Passau. An den großen Nebenflüssen der Donau im Süden liegen die Städte Augsburg (am Lech), München (an der Isar) und Rosenheim (am Inn). Würzburg und Bayreuth befinden sich am Main, an seinem Nebenfluss Regnitz das Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen.

Ackerbauflächen und Grünland

Die Landwirtschaftsfläche in Bayern nimmt 47 Prozent der Landesfläche ein. Von der gesamten Landwirtschaftsfläche werden wiederum 66 Prozent ackerbaulich genutzt. Die besten Böden gibt es in Mainfranken und im Gäuboden. Der restliche Ackerbau verteilt sich auf das nördliche Alpenvorland und die gerodeten Abschnitte der Mittelgebirge.

Über ein Drittel der Landwirtschaftsfläche ist Dauergrünland. Die regionalen Schwerpunkte der Grünlandwirtschaft liegen im Allgäu, im nördlichen Alpenvorland und in Mittelfranken.

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Seen und Flüsse

Den Alpen sind im Norden das Alpenvorland mit seinen Schotterfeldern, Moränenlandschaften und einer vielfältigen Moor- und Seenlandschaft mit Ammersee, Starnberger See und Chiemsee vorgelagert. Die Seen entstanden mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher (Zungenbeckenseen).

Im äußersten Südwesten hat Bayern Anteil am Bodensee. Der größte See, der sich vollständig in Bayern befindet, ist der Chiemsee. Er hat eine Fläche von 79,9 km² und wird auch als „Bayerisches Meer“ bezeichnet.

Südwestlich von München liegt der Starnberger See, mit einer Fläche von 56,36 km² der drittgrößte See Bayerns und der fünftgrößte See Deutschlands. Der westlich vom Starnberger See gelegene Ammersee hat eine Fläche von 46,6 km². Südlich vom Starnberger See, in rund 800 Metern Höhe in den Alpen gelegen, befindet sich der Walchensee. Mit einer Fläche von 16,27 km² gehört er zu den größten Seen in den Alpen.

Wichtigster Strom Bayerns ist die Donau, die die Mitte des Bundeslandes von Neu-Ulm bis Passau durchfließt. Die Nebenflüsse der Donau entwässern den größten Teil des Landes. Bezogen auf die Flusslänge ist jedoch der Main mit 406 Kilometern der längste Fluss innerhalb Bayerns. Er entwässert Franken im Nordwesten des Bundeslandes. Erst an zweiter Stelle folgt die Donau mit einer Länge von 381 Kilometern. Ihre Nebenflüsse Isar und Inn haben im Landesgebiet Bayerns Längen von 264 bzw. 218 Kilometern.

H. Kiegel

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